Dropbox will ins Herz unserer PCs vordringen

26. Mai 2016, 15:29
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Dropbox überarbeitet seine Desktop-Version und will in seiner Cloud gespeicherte Daten künftig so komfortabel zur Verfügung stellen können, dass der Nutzer gar nicht mehr bemerkt, dass die Dateien nicht lokal gespeichert sind.

Dropbox überarbeitet seine Desktop-Version und will in seiner Cloud gespeicherte Daten künftig so komfortabel zur Verfügung stellen können, dass der Nutzer gar nicht mehr bemerkt, dass die Dateien nicht lokal gespeichert sind. So fällt der Zugriff auf den Browser weg, ohne dass die eigene Festplatte belastet wird. Ein tolles Feature in Zeiten kleiner SSD-Platten.
Doch um das umzusetzen, dringt Dropbox neu bis in den Kernel vor, das Herz eines Betriebssystems. Der Bereich wird üblicherweise nur von Anti-Viren-Programmen beschritten - oder eben Viren. Gelingt es Angreifern, in der Dropbox Infinite genannten Software eine Lücke zu finden, könnten sie vom Kernel aus auf einen Schlag das ganze System übernehmen. Die enthusiastische Ankündigung von Dropbox am Dienstag ging entsprechend erstmal nach hinten los: Die Netzwelt schien ihren Augen nicht zu trauen. Besorgt zeigt sie sich nicht nur wegen der Sicherheit, sondern auch wegen dem Datenschutz: Aus dem Kernel heraus kann der komplette Computer durchsucht werden.
Dropbox versicherte daraufhin in seinem Blog, dass das Unternehmen den Kernel mit äusserster Vorsicht behandeln werde. Alle mögliche Software würde Komponenten im Kernel speichern, vom Maustreiber bis zum Anti-Viren-Programm. (mik)

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