Dropbox will lokale Harddisk unerheblich machen

26. April 2016, 09:20
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Der Online-Speicher-Anbieter Dropbox hat heute an einer Veranstaltung in London im Rahmen einer Technologie-Vorschau das "Project Infinite" präsentiert.

Der Online-Speicher-Anbieter Dropbox hat heute an einer Veranstaltung in London im Rahmen einer Technologie-Vorschau das "Project Infinite" präsentiert. Die neue Technologie ist wohl nicht ganz so unendlich revolutionär, wie der Projekttitel verheisst, könnte aber für Nutzer von Unternehmensdropboxen recht nützlich sein. Das Prinzip: In Zukunft sollen sie auch Dateien, die nur in der Cloud gespeichert sind, fast gleich nutzen können, wie Files die auf den Client heruntergeladen wurden.
Das bedeutet, dass alle Files, auf die ein Nutzer Zugriff hat, im Windows-Explorer und Mac OS X-Finder erscheinen. Bei Unternehmens- oder. Team-Dropboxen können dies etliche Terabytes an Daten sein, was die Kapazität der meisten Client-Harddisks überschreitet. Dateien, die nur in der Cloud vorhanden sind, werden mit einem neuen Cloud-Symbol gekennzeichnet. Auch diese Files können, wie lokal vorhandene Files, mit der neuen Technologie per Drag & Drop auf dem Desktop organisiert und per Doppelklick geöffnet werden. An diesem Punkt müssen sie natürlich zumindest temporär heruntergeladen werden. Der bisher für den Zugriff notwendige Umweg über den Browser entfällt aber. Gegenwärtig testen einige ausgewählte Dropbox-Kunden das neue Feature. Einen Zeitpunkt für sie allgemeine Einführung nannte Dropbox nicht.
Erfolge in Europa
Dropbox hat in London auch einige Zahlen zur Geschäftsentwicklung in Europa veröffentlicht. So sei die Anzahl der Business-Kunden innerhalb der letzten zwei Jahre um das Vierfache gestiegen, und jeder vierte Internetnutzer auf dem Kontinent habe ein Dropbox-Konto. Global besitze Dropbox mittlerweile 150'000 Unternehmen und Organisationen als Kunden und insgesamt über 500 Millionen registrierte Nutzer. (hjm)

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