Druck auf Huawei wird immer massiver

7. Dezember 2018, 10:19
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Nachdem Ende November bekannt wurde, dass die USA befreundete Länder mit US-Militärstützpunkten vor dem Einsatz von Huawei-Technik warnen, häufen sich die Angriffe auf den chinesischen Konzern.

Nachdem Ende November bekannt wurde, dass die USA befreundete Länder mit US-Militärstützpunkten vor dem Einsatz von Huawei-Technik warnen, häufen sich die Angriffe auf den chinesischen Konzern. Jedenfalls soll Insidern zufolge sich nun auch Japan gegen den Einsatz von Huawei-Equipment ausgesprochen haben. Die Regierung will Insidern zufolge, keine Lieferverträge mehr mit den chinesischen Telekommunikationskonzernen Huawei und ZTE abschliessen.
Das berichtet jedenfalls die Nachrichtenagentur 'Reuters' mit Hinweis auf einen Bericht in der Zeitung 'Yomiuri'. Demnach will Japans Regierung ihre internen Beschaffungsrichtlinien überarbeiten, um Geheimdienst-Lecks und Cyberangriffe zu verhindern.
Inzwischen haben sich bereits Neuseeland, Huawei-Equipment aus seinen 3G- und 4G-Core-Netzwerken zu entfernen.
Nahezu zeitgleich mit dem Bekanntwerden des japanischen Vorgehens gegen Huawei wurde die Finanzchefin des Konzerns Meng Wanzhou, Tochter des Firmengründers Ren Zhengfei, am Flughafen Vancouver in Kanada verhaftet. Laut nicht genannten Insidern steht ihre Festsetzung im Zusammenhang mit der Missachtung von US-Sanktionen gegen den Iran.
Kalter Krieg
Ungeachtet der Proteste der chinesischen Botschaft gegen Mengs Festnahme spitzt sich offensichtlich die vom 'Wall Street Journal' als "technologischer Kalter Krieg zwischen Amerika und seinen Verbündeten auf der einen und China auf der anderen Seite" bezeichnet Auseinandersetzung weiter zu. Im Raum stehen Befürchtungen der USA, dass Huawei nicht zuletzt im Rahmen des in vielen Ländern anstehenden 5G-Ausbaus von der chinesischen Regierung zur Spionage gezwungen werden könnten.
In der Schweiz, wo Huawei gerade erst Wachstumspläne angekündigt hat eine entsprechende Partnerschaft geschlossen.
Der Telekommunikations- und Netzwerk-Ausrüster ZTE musste bekanntlich im Sommer für die Aufhebung eines Lieferverbots an US-Hersteller eine Strafe in Höhe von einer Milliarde Dollar bezahlen, zur Sicherheit 400 Millionen deponieren und den Verwaltungsrat wie das Management neu besetzen. (vri)

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