Drucken auch Sie elektronische Rechnungen aus?

23. März 2006, 15:17
  • pricewaterhousecoopers
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Viele Unternehmen stellen elektronische Rechnung aus und drucken sie parallel auf Papier.

Viele Unternehmen stellen elektronische Rechnung aus und drucken sie parallel auf Papier.
Ob der Traum vom papierlosen Büro eines Tages Realität werden wird, steht weiterhin in den Sternen. Eine heute von PricewaterhouseCoopers veröffentlichte Studie zur Verbreitung von elektronischen Rechnungen kommt zum Schluss, dass – zumindest in Europa – Unternehmen nach wie vor auf papierne Rechnungsstellung setzen. Für die Studie mit dem Namen "e-Invoicing and e-Archiving - taking the next step" wurden Unternehmen mit Einnahmen von über 100 Millionen Euro und 2000 Rechnungen pro Jahr befragt.
Auffallend ist, dass 38 Prozent der befragten Unternehmen parallel zu elektronischen Rechnungen auch herkömmliche, gedruckte Rechnungen ausstellen. Dies widerspricht nicht nur dem oben genannten Traum vom papierlosen Büro, sondern ist auch höchst inneffizient und kann auf Dauer teuer werden. Wird eine Rechnung über zwei verschiedene Medientypen verschickt, stellt sich die Frage, welche Form als Original gilt und welche eine Kopie ist. Probleme mit den Steuerbehörden, vor allem was die Mehrwertsteuerabrechnung angeht, sind so vorprogrammiert.
Nur 36 Prozent der befragten Unternehmen stellen elektronische Rechnungen aus. Zwar stellen Unternehmen, die elektronische Rechnungen verschicken, eine grössere Effizienz, reduzierte Kosten und zügigere Zahlungsabwicklungen fest. Aber dennoch fehlt es noch an vertieften Kenntnissen der Vorschriften und technischen Möglichkeiten. 20 Prozent der Befragten wollen in naher Zukunft E-Invoicing einführen. 29 Prozent haben es in den kommenden zwölf Monaten vor. 23 Prozent haben sich noch nicht eingehend mit dem Thema beschäftig. Immerhin 3 Prozent wollen nichts davon wissen.
Während E-Invoicing sich noch nicht durchgesetzt hat, ist die elektronische Archivierung (E-Archiving) ein wichtiger Bestandteil von europäischen Unternehmen. Zwar legen weiterhin vier Fünftel der Unternehmen gedruckte Rechnungen ab. Die Zahl derjenigen, die ihre Rechnungen zudem auf einem Server abspeichern, ist mit 72 Prozent fast gleich hoch. Erstaunlich ist, dass mehr Unternehmen ihre Daten auf CD-Rom (29 Prozent) als auf Magnetband (28 Prozent) oder DVD (15 Prozent) abspeichern.
Obwohl Unternehmen erkannt haben, dass E-Invoicing die Effizienz steigern und die Kosten senken kann, bleibt weiterhin eine gewisse Skepsis. Immerhin geht aus der Studie hervor, dass Schweizer Unternehmen im Bereich E-Invoicing und E-Archiving auf gutem Weg sind. Es sei hierzulande "ein klarer Trend hin zur elektronischen Rechnungsstellung und Archivierung" festzustellen. (mim)

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