DSAG: "10 Jahre Investitionssicherheit ist gut"

25. Februar 2015, 07:57
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SAP soll ihre komplexe Applikations-Landschaft standardisieren, sagt DSAG.

SAP soll ihre komplexe Applikations-Landschaft standardisieren, sagt DSAG.
Zum dritten Mal in Folge waren die Technologietage der deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) ausgebucht. Die Veranstaltung hat gemäss DSAG diese Woche über 1'850 SAP-SpezialistInnen nach Mannheim gelockt.
Gestern stellten Marco Lenck und sein Vorstandskollege Hans-Achim Quitmann an einer Medienkonferenz die Resultate der Investitionsumfrage der einflussreichen Vereinigung vor. Die Resultate, die bereits vor zwei Wochen veröffentlicht worden sind, stimmen optimistisch. Denn einerseits gehen die Schweizer SAP-Anwender von stark steigenden IT-Budgets (+ 8,8 Prozent) aus. Andererseits scheinen Schweizer SAP-Kunden erstaunlich viel in Projekt mit SAPs In-Memory-Datenbank HANA zu investieren. Gemäss Lenck haben 29 Prozent der Teilnehmenden aus der Schweiz Projekte mit SAPs In-Memory-Datenbank HANA bereits umgesetzt oder planen solche. Im ganzen deutschsprachigen Raum sind es nur 17 Prozent.
Diese Zahlen könnten aber etwas täuschen. Denn die Umfrage wurde vor dem 15. Januar durchgeführt. Viele Firmen dürften aber seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ihre Investitionsbudgets in Frage stellen. Zudem nahmen nur 24 Firmen aus der Schweiz teil – waren es die investitionsfreudigeren?
Bitte mehr Standardisierung
Der Trend zur Digitalisierung von Unternehmen verlange eine höhere Geschwindigkeit bei der Einführung von neuen Geschäftsprozessen, sagte Hans-Achim Quitmann, der im DSAG-Vorstand den Bereich Technologie verantwortet.
Die Vielfalt der heutigen SAP-Umgebungen erschwere dies aber, denn im SAP-Portfolio gebe es in vielen Bereichen praktisch jede verfügbare Technologie. "Ich sehe eine zentrale Aufgabe der SAP darin, die Anwendungen zu standardisieren. Je besser die einzelnen Komponenten untereinander kommunizieren, umso schneller lassen sich neue Lösungen einsetzen. Damit kann die IT die neuen Anforderungen aus den Fachbereichen zeitnah mit stabilen Prozessen unterstützen," so Quitmann.
Lob vom DSAG-Vorstand
SAP hat anlässlich des Launches von "S/4HANA"
Die Frage, ob dies lange genug sei, nannte DSAG-Vorstand Marco Lenck gestern ein "Luxusproblem". Lenck: "10 Jahre Investitionssicherheit ist gut."
Mit S/4HANA will der deutsche ERP-Riese das von Quitmann angesprochene Problem der grossen Vielfalt in der SAP-Welt lösen. Denn S/4HANA baut auf einem neuen Datenmodell für die superschnelle In-Memory-Datenbank HANA auf. Doch wie immer werden viele SAP-Anwender möglichst lange mit ihren bestehenden Systemen arbeiten wollen, um ihre Investitionen zu schützen. So forderten Lenck und Quitmann gestern einmal mehr, dass SAP auch neue Lösungen für Bestandskunden bringt und bestehende Produkte weiterhin unterstützt. Auch wäre es begrüssenswert, so Lenck, wenn es auch für künftige SAP-Versionen unterschiedliche Datenbanken gibt. S/4HANA wird, wie es der Name schon sagt, nur mit SAPs In-Memory-DB betrieben werden können. (hc)

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