DSAG kritisiert SAPs App-Preise

19. Februar 2014, 13:18
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SAP-Kunden investieren massiv in mobile Anwendungen. Dürfen Apps etwas kosten oder gehören sie zu den normalen Software-Updates?

SAP-Kunden investieren massiv in mobile Anwendungen. Dürfen Apps etwas kosten oder gehören sie zu den normalen Software-Updates?
SAP-Anwender haben 2014 zwei grosse Themen: Harmonisierung / Konsolidierung der IT- und SAP-Landschaften und die Einführung von mobilen Clients, die auf SAP-Daten zugreifen können. Dies geht aus der jährlichen Investitionsumfrage der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) unter über 400 Mitgliedern hervor.
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Ein grosser Klotz am Bein von SAP-Anwendern sind kundenspezifische Weiterentwicklungen. Sie verursachen einen riesigen Testaufwand für Updates und verhindern die Migration in moderne und flexible Cloud-Infrastrukturen.
86 Prozent der CIOs der SAP-Anwender werden 2014 in die Konsolidierung ihrer IT-Landschaften investieren und fast genau gleich viele, nämlich 83 Prozent, werden Geld in die Hand nehmen, um SAP in den Standard zurückzuführen. Man will also Eigenentwicklungen durch SAP-Standard-Anwendungen ersetzen. Dies sagte gestern Andreas Giraud (Foto) an einer Pressekonferenz anlässlich der DSAG-Technologietage in Stuttgart. Giraud ist Technologievorstand der User-Gruppe.
DSAG: "Fiori" darf nichts kosten
Zweites zentrales Thema der SAP-Anwender ist die Einführung von mobilen Clients für Business-Software. Fast die Hälfte der befragten Informatik-Chefs der SAP-Anwender (44 Prozent) glauben, mit dem Thema Mobility Mehrwert für ihre Firma generieren zu können.
Allerdings: "Die Modernisierung der SAP User-Interfaces ist dringend nötig," betonte Giraud. Sie müssen "responsive" (automatische Anpassung von an Bildschirmgrössen - Interfaces, die auf beliebig grossen und kleinen Bildschirmen funktionieren) und "Touch-fähig" werden.
Doch die DSAG fordert nicht nur die rasche Modernisierung der SAP-User-Interfaces, sondern stellt auch die Preispolitik von SAP in Frage. Denn SAP geht offenbar davon aus, dass die neue "Fiori" genannante App, mit denen man von Tablets und Smartphones aus auf SAP-Applikationen zugreifen kannt, ein neues Produkt sei. Im SAP-Store wird Fiori mit 150 Dollar pro User als Promotionspreis angeboten.
DSAG hingegen geht davon aus, dass Fiori eine rein technische Aktualisierung der bestehenden SAP-Business-Lösungen ist, die durch die Wartungsgebühren gedeckt sein muss. "Es kommt ja auch niemand auf die Idee, dass die Anpassung der SAP-Clients an Windows 7 nicht von der Wartung gedeckt wäre," argumentierte gestern Andreas Oczko, DSAG-Vorstand Service & Support. (hc)

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