DSAG-Schweiz hat einen neuen Vorstand gewählt

16. Oktober 2020, 13:47
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Mit Jean-Claude Flury hat ein langjähriges Mitglied die Nachfolge von Christian Zumbach als Vorstand für die Schweiz übernommen.

An ihrem diesjährigen Jahrestreffen hat die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) Jean-Claude Flury zum neuen Vorstand für die Schweiz gewählt. Der CIO des Haushaltsgeräte-Herstellers V-Zug ist seit 2012 in der DSAG aktiv, amtete zuletzt als Fachvorstand Business Networks Integration und ist Sprecher des DSAG-CIO-Kreises der Schweiz.
Ausserdem wurde an der Veranstaltung auch der Nachfolger von Marco Lenck bestimmt. Lenck führt die DSAG 8 Jahre als Vorstandsvorsitzender und ist nun von Jens Hungershausen abgelöst worden.
Flury folgt auf Christian Zumbach, der 2009 zum Schweizer Vertreter im DSAG-Vorstand gewählt worden war. Interessant ist, was beim Start von Zumbach vor 11 Jahren auf der Agenda stand, und was nun sein Nachfolger priorisiert. Er wolle mehr Mitglieder gewinnen, die Stimme der Schweiz im Vorstand der SAP-User-Vereinigung ausbauen und sich insbesondere dem für die Schweiz teuren Support-Modell widmen, sagte Zumbach damals.
Und hier scheint vieles erreicht worden zu sein. So hat sich die Anzahl der hiesigen DSAG-Mitglieder von einst 125 Firmen und 1261 Einzelmitgliedern deutlich auf aktuell über 290 Mitgliedsfirmen und mehr als 3300 -Personen erhöht. Auch scheint die Stimme der Schweizer SAP-User an Gewicht gewonnen zu haben. Denn Flury lässt sich zur Amtsübernahme mit den Worten zitieren, er wolle "das Erfolgsmodell der partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit SAP Schweiz weiterverfolgen". Dabei betont auch der neue DSAG-Vorstand für die Schweiz den "konstruktiv-kritischen Dialog mit SAP".
Kommt hinzu, dass sich das Themenspektrum deutlich gewandelt hat. Statt Support-Diskussionen will Flury in seiner Amtszeit unter anderem die spezifischen Schweizer Bedürfnisse rund um Human Resources, Lizenzen und legale Anforderungen sowie die SAP-Cloud-Strategie beleuchten.

Flury's  Fokus

Konkret spricht der neue Vorstand die Diskussionen um S/4Hana an. "Es ist wichtig, dass S/4Hana konsequent weiterentwickelt wird. Dieser Weg ist noch nicht zu Ende gegangen", so Flury, dessen Arbeitgeber hier teure Erfahrungen gesammelt hat. Noch nicht ausgeschöpft seien die Potenziale, "zum Beispiel in Bezug auf die Abgrenzung von On-Premise und Cloud, die reibungslose Integration und dass die wichtigsten Funktionen End-to-End abgebildet sind". Es bedürfe klarer Roadmaps, brauche Antworten, "ob eine Lösung in S/4Hana klassisch oder in einer Cloud-Lösung umgesetzt werden soll".
Zudem sei es für Schweizer DSAG-Mitglieder gerade aufgrund der digitalen Transformation wichtig, bestehende Prozesse effizienter zu machen. SAP müsse die Lösungen so konzipieren, dass die Integration reibungslos funktioniert und etwa Kundendaten optimal ausgewertet und verwendet werden können, so Flury weiter. Nachbesserung erwartet er generell in Sachen Cloud-Angeboten von SAP. Zumal wenn Cloud-first für die Schweizer Unternehmen wichtiger werde, müsse der Software-Riese die Weiterentwicklung seiner Cloud-Lösungen nachvollziehbar machen. Heute sei erst teilweise verständlich, wie wichtige Anforderungen der Kunden priorisiert und umgesetzt oder auch nicht umgesetzt werden, so Flury.
Schliesslich betont der frisch gekürte DSAG-Schweiz-Chef einmal mehr das Thema Transparenz: "Mit neuen Lösungen, die über Akquisitionen in das Portfolio eingebunden wurden, hat SAP in letzter Zeit ein hohes Tempo vorgelegt. Hier muss der Informationsaustausch mit den Anwendern noch deutlich verbessert werden, damit diese sich an die Geschwindigkeit anpassen können".
Interessenbindung: Wir sind Medienpartner der DSAG.

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