Dummdreister "Warez"-König kriegt 51 Monate

25. Juni 2007, 09:59
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Raymond Griffiths, einer der berüchtigtsten internationalen "Softwarepiraten" ist von einem US-Gericht zu 51 Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Raymond Griffiths, einer der berüchtigtsten internationalen "Softwarepiraten" ist von einem US-Gericht zu 51 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Griffiths war einer der Rädelsführer der berüchtigten "DrinkorDie"-Gruppe, über deren Server geknackte Software verteilt wurde.
Griffiths unter anderem einige Bekanntheit erlangt, weil er 1999 gegenüber Online-Medien damit prahlte, 20 der grössten "Warez"-Server der Welt zu betreiben, und niemals geschnappt werden würde. Eine bessere Art, den Ehrgeiz der Strafverfolgungsbehörden anzustacheln, gibt es wohl nicht - und Griffiths wurde schon 2001 in Australien festgesetzt. Dass es bis zum Prozessabschluss so lange dauerte, lag unter anderem daran, dass sich Griffiths drei Jahre lang, aber zuletzt erfolglos, gegen die Auslieferung an die USA wehrte. Griffiths hatte seinen Wohnsitz zur Zeit seiner Straftaten in Australien, wurde aber von den US-Behörden angeklagt.
Eine der offenen Fragen ist noch, wie viel der Zeit, welche er bereits in Auslieferungs- und U-Haft verbracht hat, auf seine Strafzeit angerechnet wird. Angesichts der harten Linie, welche von US-Gerichten momentan gegen Copyright-Verletzer angewendet wird, glauben einige Beobachter, das er einen grossen Teil der Strafe noch wird verbüssen müssen. (hjm)

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