Durchblick im Open Source CMS-Dschungel

17. Februar 2006, 14:53
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Es gibt 400 Open Source-Systeme für die Verwaltung von Web-Inhalten. Doch welches ist das richtige?

Es gibt 400 Open Source-Systeme für die Verwaltung von Web-Inhalten. Doch welches ist das richtige?
Als wir uns im Sommer 2004 mit dem Bau von inside-it.ch beschäftigten, warfen wir auch einen kurzen Blick auf die Szene der Open Source-Systeme für den Bau und Unterhalt von Webseiten (CMS - Content Management System) - und gaben schnell auf. Schon nur die Informationsbeschaffung über die verschiedenen Systeme und ihre Anwendung, Stabilität, Qualität der Weiterentwicklung und der "Community" hätte uns mehr Zeit gekostet, als wir zur Verfügung hatten.
Trotzdem sind Open Source-CMS weit verbreitet: So wird 'NZZ Online' (noch) mit einem Open Source-System (Lenya) für Web-Inhalte gefüttert und die Stadt Bern und das statistische Amt der Stadt Basel setzen 'Plone' ein.
Heute gibt es etwa 400 quelloffene CMS (Content Management System). Welches ist das richtige für welche Anwendung - und welches System wird tatsächlich von einer lebendigen und professionellen 'Community' unterstützt?
'Community' statt Pflichtenhefte
In einem ausführlichen und spannenden "White Paper" beschäftigt sich die junge Beratungsfirma Optaros mit der Evaluation von Open Source CMS. Anstatt globale Funktions- und Leistungsvergleiche mit Pflichtenheften anzustellen, empfehlen die Berater "sich auf eine reduzierte Zahl an Produkten zu konzentrieren, die anderen bei vergleichbaren Anwendungsfällen geholfen haben."
In dem detaillierten Papier werden folgende Anwendungsfälle diskutiert: Informations-Webseite (Informational Brochure Web Site), Online-Zeitung, Informations-Austausch (Collaborative Workspace), Wikis und Online-Gemeinschaften. Die bekanntesten Open Source CMS für die jeweiligen Anwendungsfälle werden aufgeführt und wichtige Kriterien wie die Dokumentation (Print und Online) und die Qualität der Anwender-Foren bewertet.
Bruno von Rotz, verantwortlich für Optaros Schweiz, kommentiert: "Über diesen Weg lassen sich auch die detaillierten Evaluationskriterien für Open Source Software verifizieren: Wer steht hinter dem Projekt, wie aktiv und beständig ist die Community, wie gut ist die Dokumentation und wie schnell werden Fehler behoben oder neue Funktionen zur Verfügung gestellt. Hier zeigen klare Transparenz-Vorteile von Open Source gegenüber kommerzieller Software. Die meisten Open Source CMS kann man ausserdem über frei zugängliche Demo-Installationen online testen."
Der Report kann kostenlos (Anmeldepflicht) bei Optaros heruntergeladen werden. (Christoph Hugenschmidt)

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