DXC: Branchen­kenntnisse wichtiger als digitale Agenda

26. März 2019, 14:34
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Zwar verfolgen immer mehr Firmen eine digitale Agenda. Doch ihr Einfluss auf den Markt ist nicht grösser als der von Unternehmen ohne Plan zur digitalen Transformation.

Zwar verfolgen immer mehr Unternehmen eine digitale Agenda. Doch ihr Einfluss auf den Markt ist nicht grösser als der von Unternehmen ohne Plan zur digitalen Transformation.
Zum vierten Mal hat DXC Technology in der DACH-Region die "Digitale Agenda 2019" auf den Prüfstand gestellt. Von den 600 befragten Managern aus der Industrie, dem Dienstleistungssektor sowie aus der Handels- und Verbrauchsgüterbranche stammten je 100 aus der Schweiz und aus Österreich.
71 Prozent der Manager gaben an, bereits eine digitale Agenda zu verfolgen. Das sind laut der Studie 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Konsequenz ist allerdings nicht, dass der Einfluss auf den Markt von Firmen mit digitaler Agenda grösser ist als der von Firmen ohne eine solche. Wichtiger ist demnach "das Verständnis für die Besonderheiten einer Branche und die bereits bestehende Marktpräsenz".
Es verwundert denn auch nicht, wenn knapp 70 Prozent der Befragten das eigene Geschäftsmodell durch Amazon, Microsoft, Google & Co nicht tangiert sehen. Vielmehr sind etwas mehr als die Hälfte der gegenteiligen Meinung, sind also "ausdrücklich überzeugt, dass sie selber vom Know-how der Digitalexperten profitieren". Ganz ähnlich fällt die Einschätzung der Bedeutung von Startups aufs Marktgeschehen aus. Zwar sieht gut jeder zweite Manager Startups als digitale Impulsgeber, doch für 76 Prozent von ihnen betrachten sie ebenfalls nicht als Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell.
Nach den Resultaten einer digitalen Strategie gefragt, verweisen 84 Prozent der Befragten auf zufriedenere Kunden, 81 Prozent auf Umsatzsteigerung und 79 Prozent auf verbesserte Qualität. Nur für 67 Prozent der Antwortgeber spielt die digitale Transformation eine Rolle um Kostensenkungen zu erreichen.
Ebenfalls schwächer als gewünscht sind laut DXC die digitalen Wirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit. 81 Prozent wollen ihre digitale Agenda gezielt auf positive Effekte für die Belegschaft ausrichten. Interessant ist dabei, dass nur knapp jeder Dritte diesen Fokus mit oberster Priorität behandelt.
Unklar ist, um noch einige Zahlen aus der Studie zu zitieren, welche Organisation für die digitale Transformation am besten geeignet ist. Jeder vierte, der befragten Schweizer Manager favorisiert den Rückgriff auf einen zentralen Chief Digital Officer, genauso viele glauben, mit einer agilen digitalen Einheit gut aufgestellt zu sein und 15 Prozent bevorzugen Projektteams innerhalb der traditionellen Organisation.
Das ganze 23-seitige Papier gibt es hier (PDF). Es enthält noch weitere Zahlen unter anderem zu den Stolpersteinen und der Technik. Zudem werden noch Transformationsbeispiele genannt. (vri)

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