E-Banking-Betrug trotz mTAN-Alternativen

29. November 2016, 16:11
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Hochmoderne Sicherheitsmassnahmen von Banken gegen E-Banking-Diebe wie etwa PhotoTAN, CrontoSign und SecureSign nützen nichts, wenn User unvorsichtig sind.

Hochmoderne Sicherheitsmassnahmen von Banken gegen E-Banking-Diebe wie etwa PhotoTAN, CrontoSign und SecureSign nützen nichts, wenn User unvorsichtig sind. So warnt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes vor offenbar erfolgreichen Angriffen auf E-Banking-Kunden, deren Banken die sichereren Identifikationsmethoden einsetzen.
PhotoTAN, CrontoSign und SecureSign sind Alternativen zu den bekannten mobileTAN Verfahren. Bei diesem Zweiweg-Verfahren sendet eine Bank einen Code via SMS an den Kunden, der sich somit zusätzlich identifiziert.
Bei alternativen Authentifzierungsmethoden wie den drei oben genannten, werden Kunden ein QR-Code oder ein "Mosaik" Bild im E-Banking angezeigt. Dieses Bild kann eingescannt werden und man kann dann die Zahlung visieren oder bekommt einen Code.
Nun warnt Melani eben, dass auch diese Verfahren nicht vor "social Engineering" schützen. So gibt es den Banking-Trojaner Retefe, der User dazu verführt, betrügerische Bezahlungen mittels PhotoTAN, CrontoSign oder SecureSign zu visieren.
Genau hinschauen
Melani veröffentlicht mit der oben genannten Meldung eine ganze Reihe von Empfehlungen beim Umgang mit E-Banking. Dazu gehört vor allem, dass man genau hinschaut, was man tut. Man soll also sicher sein, dass man beim Login nicht doch bereits eine Zahlung auslöst (mit PhotoTAN), dass Betrag und Empfänger stimmen, und dass man eine E-Banking-App wirklich nur von Google oder Apple bezieht. Ausserdem soll man Fehlermeldungen und Aufforderungen, etwas zu installieren, vor oder nach dem Login misstrauisch anschauen. (hc)

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