E-Gov in der Schweiz: Vergleichsweise gut

25. September 2014, 09:56
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Zufriedenheit mit den E-Angeboten der Behörden in der Schweiz höher als in anderen Ländern.

Zufriedenheit mit den E-Angeboten der Behörden in der Schweiz höher als in anderen Ländern.
Gemäss einer neuen Studie sind Nutzer mit dem E-Government-Angebot in der Schweiz im Vergleich zu Usern in Deutschland, Österreich und Schweden zufriedener. Für die Studie E-Government Monitor 2014 wurden pro Land je tausend Interviews geführt. In allen Befragungsländern zeigt sich insgesamt eine hohe Nutzung von E-Gov-Angeboten, doch die höchste Zufriedenheit - und zwar mit deutlichem Abstand - gibt es bei den Schweizer Bürgern.
87 Prozent der Befragten aus der Schweiz geben an, zufrieden mit den Angeboten zu sein. In Deutschland ist dieser Wert mit 52 Prozent am tiefsten. Allerdings ist die Zufriedenheit in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen.
Der E-Government Monitor 2014 ist eine Studie der Initiative D21 und des "Institute for Public Information Management" der Technischen Universität München. Die Befragung wird seit 2010 vom Münchner Marktforscher TNS Infratest durchgeführt und von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt. Zu den untersuchten Faktoren gehören Nutzung, Zufriedenheit, Treiber und Barrieren sowie die Evaluierung verschiedener Ansätze.
Dieses Jahr wurde insbesondere herausgestrichen, dass bei der Nutzung von E-Gov-Angeboten die Angst vor Datendiebstahl zunimmt. 65 Prozent der deutschen Internetnutzer stehen E-Gov skeptisch gegenüber, weil sie fürchten, dass ihre Daten gestohlen werden könnten. Im Vorjahr waren es noch 61 Prozent. 60 Prozent der Deutschen befürchten, sie könnten zu einem "gläsernen Bürger" werden; das sind zwei Prozentpunkte weniger als letztes Jahr. Bei den Österreichern sieht es ähnlich aus. Für Schweizer und Schweden steht hingegen die Bequemlichkeit im Vordergrund. (mim)

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