E-Gov-Nutzung nimmt zu, SuisseID bleibt Ladenhüter

30. Juli 2015, 15:02
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Schweizer Firmen nutzen die vorhandenen Angebote immer häufiger.

Das Marktforschungsinstitut gfs.Bern hat im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO zum siebten Mal eine Studie zur Nutzung von E-Government-Angeboten durch Schweizer Unternehmen durchgeführt. Wie sich zeigt, werden die vorhandenen Angebote zur Online-Abwicklung von Transaktionen dieses Jahr verglichen mit 2013, als die Umfrage zum letzten Mal durchgeführt wurde, durchs Band mehr genutzt. Dies gilt sowohl für Vorgänge, die bereits mehrheitlich online abgewickelt werden als auch für Angebote, die erst von einer Minderheit genutzt werden. Die grössten Sprünge gab es bei der Online-Abwicklung von AHV/IV/EO- sowie BVG/Pensionskasse-Transaktionen und bei der Nutzung des Elektronischen Lohnmeldeverfahrens.
Denn sie wissen, was sie tun
Gleichzeitig gibt es auch eine weitere, bedeutsame Entwicklung: Ein grösserer Teil der Befragten weiss, was eine Online-Transaktion beinhalten sollte, und dass das Abrufen von Informationen nicht einer Abwicklung entspricht. Dies ist, wie uns Lukas Golder, Senior Projektleiter bei gfs.Bern erklärte, wohl auch eine Erklärung dafür, dass die angegebenen Nutzungszahlen zwischen 2009 und 2013 bei einigen Transaktionsmöglichkeiten sanken. Gleichzeitg macht dieser Trend den jetzigen Wiederanstieg noch bedeutsamer.
SuisseID
Ein Kernthema der Umfrage ist jeweils auch der Bekanntheits- und Nutzungsgrad der SuisseID. Für die Förderer und Anbieter der SuisseID dürften die Ergebnisse wie schon in der Vergangenheit auch dieses Jahr ernüchternd sein. Der Bekanntheitsgrad ist zwar leicht angestiegen, aber auf den Nutzungsgrad hat sich dies nicht ausgewirkt, und immer noch kennt rund die Hälfte der Befragten die SuisseID nicht. Dieses Jahr gaben 46 Prozent an, die SuisseID zu kennen, vor zwei Jahren waren es noch 42 Prozent. Der Anteil der Leute, welche die SuisseID nicht kennen, ist von 53 auf 49 Prozent zurückgegangen - Der Rest von 5 Prozent gab keine Antwort, oder sagte "weiss nicht". Wie schon vor zwei Jahren nutzen 6 Prozent der Befragten die SuisseID für geschäftliche Zwecke und 3 Prozent für private Zwecke.
Die Befragung wurde in diesem April unter Firmenvertretern und -Vertreterinnen durchgeführt, die aufgrund ihrer Funktion regelmässig mit Behörden zu tun haben. Insgesamt beteiligten sich rund 1000 Personen. (hjm)

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