E-Government: Österreich immer noch viel besser als wir

26. September 2007, 09:39
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Nur 21 Prozent der untersuchten Dienstleistungen der öffentlichen Hand in der Schweiz sind vollständig online zugänglich: Das ist - eine Verbesserung.

Nur 21 Prozent der untersuchten Dienstleistungen der öffentlichen Hand in der Schweiz sind vollständig online zugänglich: Das ist - eine Verbesserung.
Die Schweiz kommt wieder einmal was E-Government betrifft im internationalen Vergleich nicht gut weg. Wie aus der jährlich erscheinenden Studie des IT-Consulters Capgemini im Auftrag der EU-Kommission hervorgeht, befindet sich die Schweiz im hintersten Teil des Rankings. Untersucht wurden die 27 EU-Mitgliedstaaten plus Island Norwegen, Schweiz und Türkei. Neu sind in dieser Studie also Bulgarien und Rumänien als neue EU-Mitglieder sowie die Türkei dabei.
Spitzenreiter ist einmal mehr unser östliches Nachbarland. Österreich erreicht ein Online-Umsetzungsgrad von 100 Prozent. Der EU-Durchschnitt beträgt 76 Prozent. Alle zwanzig untersuchten Dienstleistungen der Behörden sind in Österreich vollständig online zugänglich. Das ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass Österreich bereits vor Jahren die digitale Signaturkarte eingeführt hat.
Im Vergleich zu Österreich ist die Schweiz wirklich nicht gut dran. Bloss 21 Prozent der untersuchten Dienstleistungen der öffentlichen Hand sind vollständig online zugänglich. Immerhin – man glaubt es kaum – entspricht dies einer Verbesserung um zehn Prozentpunkte verglichen mit dem Vorjahr.
Nicht schlecht, also etwa Mittelmass, ist die Schweiz in den E-Gov-Bereichen Umweltzertifikate, Anmeldung einer neuen Gesellschaft und öffentliche Beschaffung. Europaweit zeigt sich, dass die "Online-Fähigkeit" für Dienstleistungen für Unternehmen besser ist als für die Bürger. Der Bürger ist also im E-Government zumindest für die EU-Staaten (+ vier) weniger wichtig als die Unternehmen. (mim)

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