E-Government: Schweiz hinkt weit hinterher

8. März 2005, 15:48
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Eine EU-Studie stellt der Schweiz im Vergleich zum Rest Europas bedenklich schlechte Noten aus.

Eine EU-Studie stellt der Schweiz im Vergleich zum Rest Europas bedenklich schlechte Noten aus.
In einer jährlich im Auftrag der EU-Kommission durchgeführten Studie zur Verfügbarkeit und Brauchbarkeit von behördlichen Dienstleistungen auf dem Internet wurde in diesem Jahr auch die Schweiz miteinbezogen. Fazit: Die Schweiz liegt in beiden Hauptkriterien in der Rangliste der teilnehmenden Länder – ausser der Schweiz die 25 EU-Mitglieder sowie Island und Norwegen – in den hinteren Regionen der Rangliste.
Die Studie prüfte das Online-Angebot für zwanzig verschiedene Services, von einer Online-Steuererklärung für Private oder Unternehmen, über Umzugsanzeigen, öffentliche Bibliotheken bis zu Zolldeklarationen für Unternehmen.
An zweitletzter Stelle
In Bezug auf die vollständige Verfügbarkeit solcher Online-Services belegte die Schweiz den zweitletzten Platz, nur knapp vor dem Schlusslicht Lettland und deutlich abgeschlagen hinter Ländern wie Zypern, der Slowakei oder Polen. An der Spitze stehen bei diesem Kriterium Schweden vor Österreich und Finnland.
Beim zweiten Kriterium "Sophistication", das die Qualität der verfügbaren Angebote und den Umsetzungsrad von Teilangeboten messen soll, sieht es etwas besser aus. Auch hier liegt die Schweiz zwar mit Platz 20 im hinteren Drittel der Rangliste, aber der Abstand auf die Spitzengruppe und das Mittelfeld scheint nicht so gross. Bei diesem Kriterium liegt wiederm Schweden vor Österreich an der Spitze, hier gefolgt von Grossbritannien.
Dass die Schweiz so schlecht abschneidet, ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sowohl Schweizer Konsumenten als auch Unternehmen neue IT-Technologien im internationalen Vergleich sehr schnell adoptieren. Bei der Öffentlichen Hand besteht eindeutig ein Nachholbedarf. (Hans Jörg Maron)

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