E-Health stockt in der Schweiz

8. März 2012, 16:56
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Über die Hälfte der Befragten einer Studie sieht keine Entwicklung im letzten Jahr.

Über die Hälfte der Befragten einer Studie sieht keine Entwicklung im letzten Jahr.
Statt der grossen E-Health-Offensive macht sich Ernüchterung breit. Der heute anlässlich der InfoSocietyDays veröffentlichte "Swiss eHealth Barometer 2012" zeigt, dass insbesondere die Ärzteschaft gegenüber E-Health kritisch eingestellt ist. Wie die vom Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführte Studie zeigt, gibt die Hälfte der Ärzteschaft an, dass letztes Jahr keine Entwicklung stattgefunden hat (Vorjahr 44 Prozent). Das gleiche befinden 13 Kantone - 62 Prozent (Vorjahr 8).
Das Potenzial von E-Health
Das Potenzial von E-Health wird aber von der Ärtzeschaft, den IT- Verantwortlichen und den Kantonen weiterhin erkannt. Mehr als die Hälfte der drei Akteursgruppen sehen das Potenzial der Strategie. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich da jedoch nichts geändert.
Konkret nützlich findet die Mehrheit die Übersicht über den Behandlungsablauf und die Behandlungskette, Verbesserung in der Kommunikationsgeschwindigkeit und in der Kooperation zwischen den Akteuren sowie Vorteile in den administrativen Abläufen. Das geringste Potenzial sehen die Befragten bei der Effizienz und Qualität der medizinischen Versorgung.
Im Auftrag der InfoSocietyDays wurden im Zuge einer Online-Befragung im Januar/Februar 2012 durch das Forschungsinstitut gfs.bern 714 repräsentativ ausgewählte Ärztinnen und Ärzte, 21 E-Health Verantwortliche auf Ebene der Kantone und 82 E-Health Verantwortliche von Spitälern online befragt. Die Studie kann online eingesehen werden. (lvb)

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