E-Mail war gestern - jetzt ist "social"

4. Februar 2013, 07:58
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IBMs Techie-Veranstaltung Lotusphere hiess dieses Jahr "Connect 2013" und alles war "social". Eine neue Version von Lotus Notes und Domino gibt es aber doch.

IBMs Techie-Veranstaltung Lotusphere hiess dieses Jahr "Connect 2013" und alles war "social". Eine neue Version von Lotus Notes und Domino gibt es aber doch.
Einmal hört man, diese oder jene grosse Organisation wolle Microsoft-Kommunikationslösungen durch Google Apps und Gmail ablösen ausgestochen. Aber nie hört man, IBM habe mit Lotus Notes eine Exchange-, Office 365- oder Gmail-Installation abgelöst. Vielleicht liegt das ja daran, dass IBM zurückhaltend kommuniziert?
Die gute alte Notes-Domino-Kommunikationslösung liegt allerdings auch nicht mehr im Fokus von IBM. Die ehemalige Kunden- und Partnerveranstaltung Lotusphere hiess dieses Jahr "Lotusphere Connect 2013", wobei der alte Name klein, der neue gross geschrieben war. Und gesprochen wurde vor allem von "social". Nur gerade etwa zwei Minuten einer etwa zweieinhalbstündigen Keynote an der Veranstaltung sei Notes gewidmet gewesen, wird berichet. Dabei macht IBM immerhin noch etwa eine Milliarde Dollar Umsatz mit der E-Mail- und Zusammenarbeitslösung.
Notes und Domino 9, 'SmartCloud for Social Business' und 'IBM Connections'
Trotzdem hat Big Blue an der Konferenz letzte Woche in Florida eine neue Version von Lotus Notes und Domino angekündigt. Es ist die Nummer 9 und dazu eine "social edition", die im März auf den Markt kommen soll.
Das neue Notes soll Geschäftsapplikationen und soziale Medien zusammenbringen und es gibt einen Browser-basierten E-Mail-Client, sinnigerweise "iNotes" genannt. Dazu kommen neue serverseitige Versionen von Lotus Domino und Domino Designer sowie ein Smartphone-Client (Notes Traveler), eine VPN-Lösung (Lotus Mobile Connect), eine Cloud-Version (SmartCloud Notes) und Lotus Protector (Verschlüsselung).
Blumig kündigt IBM die Integratonsplattform 'IBM Connections' an. Diese werde den Kunden "wirklichen Mehrwert" bringen, indem sie neue Wege zur "Aktivierung der Mitarbeitenden und Entzückung der Kunden" ermögliche. Mit "Connections" kann man die verschiedenen Kollaborationswerkzeuge von IBM (Notes, Sametime, FileNet Content Manager und Suiten für CRM und HR intergrieren. Auch soll es möglich sein, Outlook und Sharepoint von Microsoft zu integrieren. Mit im Paket sollen Funktionen für die Analyse der angesammelten Daten aus vielerlei Quellen sein.
Schliesslich zeigte IBM "SmartCloud for Social Business". Auf dieser Plattform können Arbeitsgruppen simultan Textdokumente, Spreadsheets und Präsentationen in einem Browser-Interface bearbeiten.
Mit in der Flotte der IBMschen "sozialen Software" ist die HR-Lösung Kenexa. Diese webbasierte Lösung für Rekrutierung und Talent-Management wird in IBMs Plattform für "Social Business" integriert. (hc)
Quellen für diese Story: Nein, wir haben nicht an der "Connect 2013" in Florida teilgenommen. Diese Story basiert auf der IBM-Presseseite und Berichten von 'ResellerNews', 'ZDNet', 'ITJungle', 'eWeek' und anderen.

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