E-Mails nicht nur hören sondern auch sprechen

19. Dezember 2006, 17:19
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Mobile Kommunikation ist manchmal nur eingeschränkt möglich, beim Autofahren zum Beispiel. Mit der Version 2.0 von TMspeak, kann man nun Antworten auf Emails als Wave-Datei schicken.

Mobile Kommunikation ist manchmal nur eingeschränkt möglich, beim Autofahren zum Beispiel. Mit der Version 2.0 von TMspeak, kann man nun Antworten auf E-Mails als Wave-Datei verschicken.
"TMspeak haben wir für jemanden wie mich entwickelt", sagte Thomas Mathes, Geschäftsführer des deutschen Softwarehauses TMND, bei einem Telefonat mit inside-it.ch. "Wenn ich abends ins Büro komme habe ich oft 80 Prozent meiner E-Mails schon bearbeitet." Damit dies risikolos und sprachgesteuert auch beim Autofahren möglich ist, wurde die Softwarelösung TMspeak, ursprünglich nur zum vorlesen eingehender Mails gedacht, in der Version 2.0 um eine Antwortfunktion erweitert. Nach dem Vorlesen der Mail fragt ein Menü nun, ob man eine Antwort senden möchte. Diese geht dann als komprimierte Wave-Datei nicht nur an den ursprünglichen Absender, sondern bei Bedarf als CC auch an weitere Empfänger.
Damit die Datenmenge handlich bleibt, wird eine Minute Text der unkomprimiert gut ein MB belegen würde von TMspeak auf 80 kB reduziert. Dennoch stellt die Software einige Anforderungen an das Smartphone. Neben PocketPC Mobile als Betriebsystem und dem obligatorischen E-Mail-Push-Service ist es vor allem die CPU, die mit ihrer Rechenleistung gesprochenen Text von auszuführenden Kommandos unterscheiden muss. "Bei einigen Geräten muss man dann am Ende doch einmal einen Knopf drücken, anstatt nur Aufnahme Ende zu sagen“, so Thomas Mathes. TMspeak sieht er aber nicht nur als flexibles Tool für Geschäftsleute. Die gesamte Steuerung von TMspeak ist darauf ausgelegt, dass zum Beispiel auch sehbehinderte Menschen intuitiv damit umgehen können. Alle Menüpunkte reagieren wahlweise auf manuelle Eingaben oder auf Sprachsteuerung.
Auf Projektbasis ist es zudem möglich die Lösung so anzupassen, dass die Antwort nicht als Ton- sondern als Textdokument versendet wird. Dies erfordert allerdings einige Einschränkungen. Um die Spracherkennung zu optimieren, müssen dann die Steuerkommandos vorab festgelegt werden. Für den nächsten Revisions-Step plant man bei TMND zudem die Unterstützung des Blackberry Push-Systems. (tm)

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