E-Patientendossier im Kantonsspital Luzern

6. Mai 2013, 12:35
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Nach Bern setzt nun auch Luzern auf die Gesundheitskarte Evita von Swisscom.

Nach Bern setzt nun auch Luzern auf die Gesundheitskarte Evita von Swisscom.
Bereits 2009 war Swisscom steht seit letztem Oktober die elektronische Gesundheitsakte nun erstmals für Patienten im Spital-Netz Bern kostenlos im Einsatz. Soeben ist sie nun im Rahmen eines weiteren Testprojekts in der HNO-Abteilung des Kantonsspitals Luzern (LUKS) eingeführt worden. Sollte es sich dort bis im April 2014 bewähren, werde Evita in weiteren Kliniken Luzerns zum Einsatz kommen, teilt das LUKS heute mit.
Bisher sind die Patientendossiers in der Regel noch verteilt beim Hausarzt, Spezialärzten wie Augenärzte, Orthopäden oder Gynäkologen oder im Spital. Der Patient kennt sie allenfalls in Teilen, wenn er sich Ausdrucke verschafft hat. Bei jedem neuen Arztbesuch müssen die Ärzte sich also aufwendig eine Basis zur Behandlung verschaffen. Dieses teure Dilemma hat man nun im Kantonsspital Luzern wie zuvor schon im Spital Netz Bern aufgelöst. Ihren Patienten stehen Untersuchungsbefunde und Spitaldokumente elektronisch und kostenlos auf einem iPad zur Verfügung und so können sie die Ärzteberichte sichten. Daheim können sie diese Berichte und Gespräche mit dem Arzt rund um die Uhr ebenfalls online nachlesen. Evita kann grundsätzlich sämtliche Gesundheitsdaten enthalten. Die mit Evita arbeitenden Spitäler erhoffen sich mehr Transparenz, schnellere Information und den Abbau von mehrfach Untersuchungen.
Sicher wie E-Banking
Von Anfang an zielte das elektronische Gesundheitsdossier darauf, zahlreiche Doppelspurigkeiten im Gesundheitswesen zu eliminieren und so zur Kostenreduktion beizutragen. Das Potential scheint nun bei immer mehr Spitälern in der Praxis erkannt worden zu sein. Da alle Dokumente und Daten zu einem Patienten verschlüsselt und laut Swisscom sicher über die Karte in einem Schweizer Rechenzentrum abgerufen werden können, entfallen mehrfache Befundaufnahmen und unnötige Wiederholungen von Untersuchungen. Beim Arztbesuch stehen allen Beteiligten alle Patienteninformationen sofort zur Verfügung.
Sicherheitsbedenken wurden insofern ausgeräumt, dass der Datenzugang genauso gut wie beim E-Banking mit Benutzername, Passwort und SMS-Code abgesichert sei. Zusätzlich geschieht aber auch die Datenübertragung und die Speicherung verschlüsselt. Nur wer sich eindeutig authentifiziert habe, könne die Daten auch lesen. (vri)

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