E-Umzug soll schweizweit möglich sein

9. Dezember 2014, 05:14
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Kanton Zürich macht den Anfang.

Kanton Zürich macht den Anfang.
Wer künftig im Kanton Zürich umzieht, kann sich von Zuhause aus mit wenigen Klicks online bei den Gemeinden an- und abmelden. So entfällt der Gang zum Schalter der Einwohnerkontrolle. Laut Justizdirektor Martin Graf nimmt der Kanton Zürich mit dem Projekt "eUmzugZH" eine Vorreiterrolle in der Schweiz ein.
Längerfristig soll die elektronische Umzugsmeldung flächendeckend in der ganzen Schweiz möglich sein. Das Zürcher Projekt werde in enger Zusammenarbeit mit "eUmzugCH" von E-Government Schweiz umgesetzt und diene als Referenzmodell für andere Kantone.
Ab Oktober 2015 startet "eUmzugZH" mit neun Pilotgemeinden, wie Graf am Dienstag vor den Medien sagte. Es handelt sich um Bülach, Dachsen, Fehraltorf, Kloten, Lufingen, Oberembrach, Pfäffikon, Wettswil am Albis und Zürich. Wenn die Anwendung erfolgreich sei, könnten sich sehr schnell alle interessierten Zürcher Gemeinden aufschalten lassen, sagte Projektleiter Lukas Weibel.
Vorgesehen ist, dass künftig alle Gemeinden des Kantons Zürich die elektronische Umzugsmeldung anbieten. Ziel ist es gemäss Weibel, dass dann bei 30 bis 50 Prozent der Wohnortswechsel die An- und Abmeldung online erfolgt.
Wer innerhalb der Stadt Zürich umzieht, kann sich bereits seit eindreiviertel Jahren den Gang aufs Kreisbüro sparen und den Wohnortswechsel übers Internet melden. Bereits seien es 35 Prozent, die diesen Service nutzten, sagte Sergio Gut, Direktor des städtischen Bevölkerungsamtes.
Kanton investiert 600'000 Franken
Nicht nur für die Meldepflichtigen bringe das Online-Verfahren eine Vereinfachung, auch die Gemeinden profitierten, sagte Regierungsrat Graf. Der Prozess werde für sie einfacher und sie würden vor allem von den Normfällen entlastet.
Ein Sparprogramm sei "eUmzugZH" nicht, betonte Graf. Vielmehr könne dadurch das Dienstleistungsangebot spürbar verbessert werden. Für die Realisierung der elektronischen Umzugsmeldung rechnet der Kanton Zürich mit einmaligen Ausgaben von 600'000 Franken. (sda/mim)

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