E-Voting-Kritik: Nur mit Open Source - wenn überhaupt

24. Juli 2013, 15:50
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Was haben die Grünen, die Piraten und die SVP gemeinsam? Sie sind nicht zufrieden mit dem E-Voting-Projekt.

Was haben die Grünen, die Piraten und die SVP gemeinsam? Sie sind nicht zufrieden mit dem E-Voting-Projekt. Der Genfer Sicherheitsexperte Sebastien Andrivet hat kürzlich eine Sicherheitslücke in der E-Voting-Software gefunden, die in den Kantonen Genf, Bern, Luzern und Basel-Stadt verwendet wird. Darauf hin forderten die genannten Parteien eine Unterbrechung oder gar den Abbruch des Projekts.
In einem offenen Brief fordern die Genfer Grünen vom Regierungsrat ein Moratorium, also ein Unterbruch des Projekts. Für sie ist die Offenlegung des Quellcodes vonnöten, damit unabhängige Stellen sie Software auf Sicherheitslücken durchsuchen können. Die Piratenpartei bläst ins gleiche Horn. In ihrer Mitteilung schreiben die Piraten zudem, dass ihre Mitglieder zu Jahresbeginn bereits Zugang zum Quellcode der Genfer Software erhalten hatten, und zum Schluss kamen, dass das Sicherheitsdispositiv nicht ausreichend sei. Es sei wichtig, dass der Quellcode ohne Einschränkung öffenltich zugänglich gemacht werde.
Forscher geht da die SVP des Kantons Luzern ins Gericht. Diese fordert vom Kanton den sofortigen Abbruch des E-Voting-Projekts. (lvb)

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