E-Voting-System der Post soll bereits 2020 in den Versuchsbetrieb

23. August 2019, 12:31
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Die Kantone wollten eine schnelle Lösung, sagt Postchef Cirillo. Eingesetzt wird das im Frühjahr getestete System.

Die Kantone wollten eine schnelle Lösung, sagt Postchef Cirillo. Eingesetzt wird das im Frühjahr getestete System.
Mehrere Schweizer Medien berichteten heute Morgen darüber, dass die Post ein "neues E-Voting-System entwickelt" habe. Grundlage der Nachricht war eine falsche Interpretation eines Interviews von Postchef Roberto Cirillo in der Zeitung 'La Liberté'. Korrekt ist, dass die Post ihr System mit universeller Verifizierbarkeit weiterentwickelt, also jenes System, das im Frühjahr einem Pentest unterzogen und für löchrig befunden worden war. Dies bestätigt die Post auf Nachfrage von inside-it.ch.
Im Interview erklärte der Postchef: "Wir haben den Kantonen bereits eine Lösung vorgeschlagen". Man sei dabei, die Regeln für die Prüfung dieses Systems mit den Kantonen und ihren Kanzleien zu definieren, so Cirillo weiter. Die Kantone würden eine schnelle Lösung wollen.
Die Schweizerische Post plant, das im Frühjahr getestete System den Kantonen ab 2020 für den Versuchsbetrieb zur Verfügung zu stellen. Das System, das zuvor im Einsatz war, bietet die Post seit Juli nicht mehr an. Es ist jenes, das nur eine individuelle Verifizierbarkeit geboten hatte. Diesen Entschluss habe die Post nach einer sorgfältigen Analyse getroffen, hiess es damals.
In die Beurteilung sei der Entscheid des Bundesrates eingeflossen, E-Voting bis auf Weiteres nicht als ordentlichen Stimmkanal einzuführen. Unter dieser Voraussetzung sei für die Post der Aufwand zu gross, zwei Systeme zu entwickeln und zu betreiben. (Keystone-sda/ts)

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