E-Weihnachten (noch) keine Jobmaschine in der Schweiz

16. Dezember 2015, 14:19
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Amazon stellt nach eigenen Angaben in diesen Tagen in den USA bis zu 100'000 Temporärangestellte an, um das Weihnachtsgeschäft logistisch zu bewältigen.

Amazon stellt nach eigenen Angaben in diesen Tagen in den USA bis zu 100'000 Temporärangestellte an, um das Weihnachtsgeschäft logistisch zu bewältigen. 100'000 temporäre Mitarbeiter zu finden, ist selbst für einen Giganten wie Amazon offenbar nicht einfach. So haben sich die Löhne für die "Temps" gemäss einem interessanten Bericht von Bloomberg seit 2012 verdoppelt. Amazon bezahlt aktuell 12,35 Dollar pro Stunde. Die Ausgaben für die zusätzlichen LagerarbeiterInnen sind für Amazon offenbar schlecht prognostizierbar. Dies führt dazu, dass der Konzern den Gewinn für das vierte Quartal nur schlecht voraussagen kann. Man rechnet mit 80 Millionen bis 1,3 Milliarden Dollar.
Um Löhne geht es auch bei Amazon in Deutschland. Die Belegschaft versucht mittels einer Reihe von Streikshttp://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verdi-streik-amazon-weicht-schon-nach-polen-aus.f1b8bd15-7e47-4b06-9de5-cae7c5ba3e42.html
--'Süddeutsche Zeitung' heute schreibt.--
In der Schweiz löst das E-Weihnachtsgeschäft hingegen keine besondere Nachfrage nach temporären Logistik-Mitarbeitenden aus. Bei Digitec, so Sprecherin Stefanie Hynek, helfen die Mitarbeitenden von anderen Abteilungen im Logistizentrum Wohlen aus. "Einzig für Weihnachten stellen wir nicht mehr Leute ein", schreibt Hynek. Das gleiche gilt für Microspot. " Bei Bedarf helfen Kader und Backoffice an der Verkaufsfront aus", so B2B-Manager Guido Portmann von Microspot.
Einzig bei Brack hat man offenbar zusätzliche Temporäre angestellt. "Sicher ist, dass wir in der Logistik in solchen Zeiten Temporärkräfte haben, insbesondere jetzt auch noch für die Geschenkverpackung, die unglaublich gut ankommt", schreibt Brack-Chef Markus Mahler, der unsere Anfrage gleich für einen kleinen Werbespot ausnützt. (hc)

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