EDA kann wieder mailen

27. Oktober 2009, 13:07
  • e-government
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Noch ist nicht bekannt, ob bei der "Viren-Attacke" Daten gestohlen wurden.

Noch ist nicht bekannt, ob bei der "Viren-Attacke" Daten gestohlen wurden.
Nach der gestern Abend bekannt gewordenen "professionellen Viren-Attacke" von vergangener Woche auf das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) scheint etwas Ruhe eingekehrt zu sein. Mittlerweile funktioniert der E-Mail-Verkehr wieder, wie EDA-Sprecher Georg Farago just in einem E-Mail an inside-it.ch schreibt. Der Internetzugang werde demnächst wieder hergestellt.
Zum allfälligen Datenabfluss und den möglichen Urhebern könne man noch nichts sagen, so Farago: "Das ist Gegenstand der laufenden Abklärungen." Einen Zeithorizont, bis wann mit ersten Ergebnissen der Abklärung gerechnet werden kann, könne er im Moment nicht nennen.
Laut Agenturmeldungen hat inzwischen die Bundesanwaltschaft erste Vorabklärungen eingeleitet. Nach der letzten professionellen Cyber-Attacke auf das EDA Ende 2007 nahm die Bundesanwaltschaft ebenfalls Ermittlungen auf – das Verfahren wurde allerdings vor wenigen Wochen ohne Ergebnis eingestellt.
Die Störungen vom vergangenen Freitag im EDI und im EFD scheinen nichts mit der Attacke auf das EDA zu tun zu haben. Laut Agenturmeldungen wurden die Probleme dort inzwischen behoben. Offenbar handelte es sich um ein Hardwareproblem im Zusammenhang mit einem Domaincontroller. Die genaue Ursache wird noch abgeklärt. (Maurizio Minetti)

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