Edge- und IoT-Projekte werden schnell teurer als geplant

29. Juni 2021, 14:31
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Immer mehr Firmen führen IoT- und Edge-Lösungen ein. Das Geräte­management, die Security und die Budgetplanung sind herausfordernd, zeigt eine Befragung.

Glaubt man einer Befragung, steigt die Verbreitung von IoT- und Edge-Technologien markant. 47% der von der Eclipse Foundation befragten Spezialisten setzen IoT-Lösungen ein, weitere 39% planen eine Einführung innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate.
Auch der Einsatz von Edge Computing nehme zu. Etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen haben Edge-Lösungen im Einsatz oder planen eine Einführung in den nächsten 12 Monaten.
Verbreitete Edge- und IoT-Anwendungsfälle liegen in den Bereichen Produktentwicklung, Predictive Maintenance und Herstellung. Aber auch im Kundendienst sowie Sales und Marketing versprechen sich die Befragten Vorteile durch den IoT- und Edge-Einsatz.
Bedenken haben die Befragten insbesondere wegen der Security. So gehört das Absichern und das Monitoring von Netzwerk und Geräten zu den Top-Herausforderungen. Noch häufiger genannt wurden die Herausforderungen, die Lösungen End-to-End managen und überwachen zu können. Jeder Dritte gab ausserdem an, dass das Budget-Management eine Herausforderung sei, beziehungsweise, dass die Kosten höher als geplant ausfallen. 
Bei der Befragung durch die Open-Source-Stiftung waren auch quelloffene Technologien ein Thema. Fast 75% der Unternehmen beziehen Open Source in ihre Pläne mit ein, was einen Anstieg von 14% gegenüber einer Umfrage von 2019 bedeutet. Die Akzeptanz von IoT und Edge steige und Open Source sei in einer Reihe von industriellen Anwendungsfällen fest verankert, kommentiert Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation, die Umfrageergebnisse.
Im Vergleich zur letzten Befragung zeige sich auch, dass die Investitionen der Unternehmen in IoT und Edge steigen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen gab an, im nächsten Jahr mehr als 100'000 Dollar in IoT- und Edge-Projekte investieren zu wollen. 2019 lag dieser Anteil bei unter 40%. 

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