EDÖB nimmt Cloud-Anbieter ins Visier

29. Januar 2016 um 13:11
image

Der eidgenössische Datenschützer EDÖB thematisierte anlässlich des gestrigen internationalen Datenschutztages die mangelnde Privatsphäre im Cloud-Computing.

Der eidgenössische Datenschützer EDÖB thematisierte anlässlich des gestrigen internationalen Datenschutztages die mangelnde Privatsphäre im Cloud-Computing. Der Datenschutz werde noch zu wenig beachtet, so eine Mitteilung des EDÖB.
Die meisten Anbieter von Cloud-Speicher würden keine oder nur ungenügende Verschlüsselung der Daten anbieten und sich zudem umfassende Rechte an den persönlichen Daten der Kunden herausnehmen. Auch die Datenspeicherung im Ausland betrachtet der EDÖB als problematisch, denn das Datenschutzniveau in Nicht-EU-Staaten sei in der Regel nicht genügend.
Im Rahmen der Revisionsarbeiten für das neue Datenschutzgesetz werde sich der EDÖB deshalb dafür einsetzen, dass angesichts der immer breiteren Verwendung von Cloud-Diensten, ein angemessener Schutz der Privatsphäre in der Schweiz gewährleistet wird. Insbesondere weil auch immer mehr Schweizer Unternehmen und KMU ihre Datenverarbeitung an externe Cloud-Dienste auslagern. (kjo)

Loading

Mehr erfahren

Mehr zum Thema

image

Epic führt zu Datenschutzdiskussionen am Inselspital

Der Berner Datenschützer äussert sich zum Einsatz des US-Klinik-Informationssystems Epic am Inselspital. Es führt zu einem Paradigmenwechsel, bei dem das Spital nachjustieren musste.

publiziert am 16.5.2024
image

Bis jetzt keine russische Einflussnahme auf Schweizer Urnengänge

Der Bundesrat betont in seiner Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss, verschiedene Massnahmen ergriffen zu haben.

publiziert am 10.5.2024
image

Deutsche Polizeibehörde nutzte Millionen Fotos für Gesichtserkennung

Laut einem Bericht griff das Bundeskriminalamt für Tests einer Software auf eine Polizeidatenbank zurück. Dieses Vorgehen ist umstritten.

publiziert am 10.5.2024
image

Digi, Nano, Bio, Neuro – was konvergierende Technologien können

Forschende rechnen damit, dass Technologien künftig auch den menschlichen Körper durchdringen werden. Sie schlagen deshalb eine internationale Regulierung vor.

publiziert am 7.5.2024