eEconomy-Forum: Im Westen nichts Neues

5. März 2013, 11:29
  • e-health
  • e-government
  • bern
  • swisscom
image

Das eEconomy-Forum in Bern wurde von Besuchern nicht gerade überrannt. Die elektronische Identität gab ein weiteres Mal zu reden.

Das eEconomy-Forum in Bern wurde von Besuchern nicht gerade überrannt. Die elektronische Identität gab ein weiteres Mal zu reden.
Die Stimmung am diesjährigen eEconomy-Forum in Bern war nicht berauschend. Zum einen wirkte der Saal mit den weniger als 90 Besuchern nicht gerade ausgelastet, und der Stand der E-Economy in der Schweiz gab erstmal auch wenig Anlass zu angeregten Gesprächen unter den Teilnehmern. Nichtsdestotrotz erklärte Christian Weber, Leiter E-Government für KMU beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), in seinem Referat, dass E-Economy in der Schweiz zwar langsam, aber sicher vorwärts komme. Vor allem "sein Baby" die SuisseID erwähnte er immer wieder. Zurzeit sei man beispielsweise mit der SBB in Kontakt, damit SuisseID-fähige Abonnemente eingeführt werden. Bis 2016 soll die SuisseID auf die Identitätskarte kommen, und darauf dann auch die SBB-Tickets. Diese Idee sei aber erst angedacht.
Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Economiesuisse, war nach dem turbulenten Abstimmungswochenende primär froh, auf einer ICT-Bühne zu stehen, und nicht auf der Politiker-Bühne. Er erklärte, wie der Stand der Dinge bei der "digitale Agenda 2020 - auf dem Weg an die Weltspitze" ist. Konkrete Verbesserungen konnte er zwar nicht aufzeigen, sprach aber über die Wertschöpfungsmöglichkeit der ICT in der Schweiz und deren Handlungsmöglichkeiten.
Angeregte Diskussionen
Am Nachmittag standen noch Solutions-Präsentationen auf dem Programm. Dank kleinen Gruppen kam es dann auch zu angeregten Diskussionen. Vor allem die Swisscom Mobile ID. Der Referent Roland Odermatt, Business Development Identity & Access Management bei der Swisscom, erklärte, dass die Lösung von Swisscom zwar nicht auf dem höchsten Sicherheitsstandard sei, so wie die Suisse ID, die Usability aber viel höher sei. Ausserdem müsse man nun die anderen grossen Provider dazu bringen, auf den Zug aufzuspringen. Ansonsten müsse das Projekt wohl beendet werden.
Wie das Forum im nächsten Jahr verlaufen wird, bleibt abzuwarten. Einige Besucher, mit denen wir sprachen, wussten nicht, ob sie im nächsten Jahr wieder kommen werden.
Ein Grund für das Ausbleiben der Besucher könnte sein, dass die Infosociety Days in Bern noch bis Ende der Woche weitergehen. In den nächsten beiden Tagen ist E-Government und danach E-Health auf dem Tagesplan. Da werde mit bis zu 200 Besuchenr pro Tag gerechnet, so die Organisatoren. (Linda von Burg)
Interessenbindung: Wir sind Medienpartner des eEconomy-Forums in Bern.

Loading

Mehr zum Thema

image

Verband Interpharma will, dass Health-Daten besser genutzt werden

Die forschende Pharmaindustrie sieht ungenutztes Potenzial und fordert ein neues Bundesgesetz.

publiziert am 4.10.2022 1
image

Frédéric Weill übergibt OpenWT in neue Hände

Beim IT-Berater übernimmt Swisscom sämtliche Anteile. Anfang nächstes Jahr kommt mit Pierre Grydbeck ein neuer CEO.

publiziert am 3.10.2022
image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

publiziert am 30.9.2022