eHealth Nordwest­schweiz schliesst sich Axsana an

19. März 2019, 11:07
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Der Trägerverein eHealth Nordwestschweiz schliesst sich mit der E-Health-Organisation Axsana zusammen.

Der Trägerverein eHealth Nordwestschweiz schliesst sich mit der E-Health-Organisation Axsana zusammen. Damit entstehe eine Gemeinschaft zur Einführung des elektronisches Patientendossiers (EPD), die einen Grossteil der deutschsprachigen Schweiz abdecke, schreibt der Trägerverein. Der entsprechende Entscheid müsse am 2. April 2019 noch durch die Mitgliederversammlung bestätigt werden.
Vorgesehen sei, dass sich die Kantone der Nordwestschweiz – Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn – an der Axsana-Trägerorganisation Cantosana AG beteiligen. Cantosana wurde von den Kantonen Bern und Zürich gegründet, mit dem Ziel die Interessen in Sachen E-Health und EPD zu bündeln.
Andere Kantone können sich an Axsana beteiligen und die Organisation solle zur grössten Stammgemeinschaft der Schweiz anwachsen, hiess es bei der Gründung 2017. Etwa St. Gallen, Schaffhausen und die Zentralschweizer Kantone wollen sich beispielsweise dieser Stammgemeinschaft anschliessen.
eHealth Nordwestschweiz lancierte EPD in Basel
Mit dem Pilotprojekt "MyEPD" habe die Nordwestschweiz die Machbarkeit eines funktionsfähigen und datenschutzkonformen EPD am Universitätsspital Basel (USB) unter Beweis gestellt. Vergangenen Sommer fiel der Startschuss für das EPD und Patienten können am USB ein elektronisches Patientendossier eröffnen. Anwender, die bereits ein MyEPD eröffnet haben, werden laut Mitteilung bei der Überführung ihrer Gesundheitsdaten in das künftige EPD unterstützt.
Technischer Partner von MyEPD ist Swisscom Health. Auch Axsana lässt die E-Health-Plattform und die Kerndienstleistungen von Swisscom betreiben.
Spitäler müssen das EPD bald anbieten
Mit dem EPD soll die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gesteigert werden. "Wir haben festgestellt, dass wir dieses Ziel gemeinsam mit Bern und Zürich und weiteren Kantonen rascher erreichen können. Basel kann so seine Vorarbeiten in der gemeinsamen Stammgemeinschaft optimal einbringen", sagt Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger.
Der Bund ist daran, das EPD schweizweit einzuführen. Alle Spitäler in der Schweiz sind gesetzlich verpflichtet, ab 2020 ihren Patientinnen und Patienten die Eröffnung eines EPD anzubieten. Ab 2022 gilt die Pflicht auch für Pflegeheime und Geburtshäuser. Für ambulante Leistungserbringer wie Arztpraxen oder Apotheken besteht keine gesetzliche Anschlusspflicht.
Voraussichtlich Ende 2019, heisst es bei Cantosana, sollen Einwohner der vernetzten Kantone die Möglichkeit haben, ein EPD bei Axsana eröffnen können. (kjo)

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