Ein Drittel der Schweizer KMU noch ohne Cybersicherheits-Strategie

28. August 2017, 09:54
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Hackerangriffe und Schadsoftware bedrohen Schweizer Firmen.

Hackerangriffe und Schadsoftware bedrohen Schweizer Firmen. Besonders KMU fehlt aber häufig ein Plan, wie sie sich gegen diese Gefahren schützen können. In einer Umfrage gab ein Drittel der KMU-Verwaltungsräte an, keine entsprechende Strategie zu haben.
Bei Grossunternehmen sind es nur 12 Prozent, wie aus dem swissVR Monitor hervorgeht, einer halbjährlichen Umfrage der Verwaltungsratsvereinigung swissVR in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Deloitte und der Hochschule Luzern.
Über alle Unternehmen hinweg gaben 35 Prozent der 464 Befragten an, dass ihr Unternehmen eine klare Strategie bezüglich Cybersicherheit verfolge, bei einem weiteren Drittel ist eine solche Strategie in Entwicklung, wie aus einer Mitteilung vom Wochenende hervorgeht.
Das Thema Cybersicherheit beschäftigt auch angesichts jüngster Attacken wie WannaCry die Unternehmen vermehrt. Laut 78 Prozent der befragten Verwaltungsräte hat die Bedeutung von Cybersicherheits-Themen in den letzten drei Jahren zugenommen.
Nur 16 Prozent der Verwaltungsräte von Grossunternehmen gaben an, das Thema im letzten Jahr nicht im Aufsichtsgremium diskutiert zu haben. Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind es 35 Prozent.
Effizienzsteigerung bleibt Top-Priorität
Cybersicherheit befindet sich also zunehmend auf dem Radar von Verwaltungsräten. Doch am meisten beschäftigten sich diese vor allem mit einem Thema: der Steigerung der Effizienz und der Prozessoptimierung. Diese Themen kommen auf der Prioritätenliste sogar noch vor Digitalisierung, Robotik und Automatisierung.
Die Unternehmen wollen damit im internationalen Umfeld und angesichts der aktuellen Währungssituation erfolgreich bestehen, wie sich swissVR-Präsident Christian Wunderlin in der Mitteilung zitieren lässt. (sda/hjm)

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