Ein eigenes Netz für das Internet der Dinge?

14. August 2014 um 13:53
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Swisscom gilt in Sachen Machine-to-Machine als Pionier in der Schweiz. Um die Daten zwischen den Maschinen künftig effizienter zu übertragen, könnte der Aufbau eines dedizierten M2M-Netzes notwendig sein.

Swisscom gilt in Sachen Machine-to-Machine als Pionier in der Schweiz. Um die Daten zwischen den Maschinen künftig effizienter zu übertragen, könnte der Aufbau eines dedizierten M2M-Netzes notwendig sein.
Für Swisscom ist klar: Die Machine-to-Machine-Technologie (M2M) wird sich durchsetzen. M2M bezeichnet im weitesten Sinne die selbständige Kommunikation von Geräten und Maschinen untereinander. Im Gespräch mit inside-it.ch erklärt Gerhard Schedler, M2M-Competence Center Chef bei Swisscom, was der Telco im M2M-Bereich vorhat.
Ein eigenes Netz
Mit dem Aufschwung redseliger Maschinen sind einige Probleme entstanden. Marktforscher von Gartner beispielsweise rechnen mit über 26 Milliarden verbundenen Geräten bis 2020. Das bedeutet, dass sich Netzwerke anpassen müssen. In Frankreich versucht ein Startup namens SigFox, dieses Problem zu lösen, indem es ein zweites kleines Netzwerk für Maschinen baut.
Mit dem M2M Centre of Competence konzentriert sich Swisscom einerseits auf die Management-Plattform für SIM-Karten-basierte Netze. Andererseits prüft Swisscom neben Komplettlösungen auch Alternativen im Netzbereich, um künftig auch Messages von batteriegetriebenen Sensoren effizienter übertragen zu können. Will heissen: Um eine effiziente Übertragung von Daten sicherzustellen, könnte künftig der Aufbau eines neuen Netzes durchaus auch bei Swisscom ein Thema werden. Der Telco betont aber, dass diesbezüglich noch keinerlei Entscheidung bezüglich der Umsetzung getroffen wurde.
M2M ist jetzt so weit
"M2M gibt es schon lange. Es brauchte allerdings ein gewisse Zeit, um die dazugehörigen Business- und Verkaufs-Prozesse zu errichten, um das Potential auszuschöpfen", so Schedler. Dank M2M-Kommunikation könne man dem Kunden mehr und vor allem automatisierte Services anbieten, wie beispielsweise das bodenlose Bierfass.
Der M2M-Chef sieht sich im Business allerdings nicht nur als Telco, sondern gibt sich selbstsicher als IT-Powerhouse: "Wir haben die nötige Infrastruktur, Cloud und Netzwerk sowie Grösse, um M2M wirkungsvoll in den Schweizer Markt zu bringen." (Colin Simon)

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