Ein Linux-Benchmark für PCs

24. September 2007, 14:14
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Grosse öffentliche Ausschreibungen müssen produktneutral formuliert sein. Dies verlangt nach Benchmarks, die es aber nur für Windows-PCs gibt. LiSoG will Abhilfe schaffen.

Grosse öffentliche Ausschreibungen müssen produktneutral formuliert sein. Dies verlangt nach Benchmarks, die es aber nur für Windows-PCs gibt. LiSoG will Abhilfe schaffen.
Ausschreibungen gemäss den WTO-Regeln müssen produktneutral formuliert sein. Man darf also nicht einfach die Beschaffung einer bestimmten Anzahl PCs mit "mindestens Intel Core 2 Duo Prozessor oder besser" verlangen, sondern muss die Erfüllung von Leistungskriterien verlangen. Dies setzt aber voraus, dass es allgemein anerkannte Tests gibt.
In der Windows-Welt sind dies beispielsweise die "SYSmark"-Benchmarks von Babco, bei denen die Leistungsfähigkeit von PCs mit Anwendungen wie Photoshop, Microsoft Office und vielem mehr gemessen wird. Für PCs, die mit dem Alternativ-Betriebssystem Linux laufen, gibt es solche Benchmarks aber nicht.
Die Linux Solutions Group (LiSoG) will dem nun abhelfen. Am 7. November sollen in Stuttgart die Anforderungen an eine Linux-Benchmarksuite gemäss den rechtlichen Vorgaben der EU festgelegt werden. Dazu wird man die zu testenden Open-Source-Applikationen und typische Arbeitsabläufe an einem klassischen Büro-PC festlegen. Eine der Referentinnen ist Jutta Kreyss vom europäischen Linux Integration Center von IBM, moderiert wird die Veranstaltung von Wolfgang Tietz vom Informatikstrategieorgan Bund (ISB). Tietz ist dort für den Bereich Architekturen und Standards verantwortlich.
Auf der Webseite der LiSoG gibt es detaillierte Informationen. (Christoph Hugenschmidt)

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