Ein neuer Supercomputer für die Uni Zürich

15. Januar 2009, 14:23
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Sun gewinnt Prestigeauftrag der Uni Zürich. 3,4 Millionen Franken für einen Supercomputer, der heute zu den Top-50 der weltweit schnellsten Rechner zählen würde.

Sun gewinnt Prestigeauftrag der Uni Zürich. 3,4 Millionen Franken für einen Supercomputer, der heute zu den Top-50 der weltweit schnellsten Rechner zählen würde.
Die mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich bekommt einen Supercomputer, der heute mit der geplanten Rechenleistung von 50 TeraFlops immerhin zu den 50 schnellsten Rechnern gehören würde. Der High Performance Cluster soll schon im zweiten Halbjahr 2009 in Betrieb gehen.
Das neue Rechensystem wird eine zehnmal grössere Leistung haben, als die drei heute bestehenden der Uni Zürich. Für die Forscher aus den Bereichen Nanotechnologie, Systembiologie, Astrophysik und der physikalischen Chemie wird der Supercomputer grosse Erleichterungen bringen, müssen sie sich doch weniger oft die benötigte Rechenleistung irgendwo auf der Welt erbetteln und dabei lange Wartefristen in Kauf nehmen.
Das System kostet ohne Programmierarbeiten gerechnet 3,4 Millionen Franken. 1,25 Millionen davon werden von privaten Stiftungen beigesteuert.
576 Sun-Blades mit Xeon-Prozessoren
Für den Bau des Supercomputers setzt die Uni Zürich auf ein Blade-System von Sun Microsystems. Das ganze System wird vergleichsweise "mikroskopische" Dimensionen von 4,8 mal 1,5 Meter haben. Es ist in acht Computerracks untergebracht. In sechs davon sind die Blades untergebracht, ein siebtes Gestell nimmt das Speichersystem (160 Terabyte) und das achte beherbergt die Switches. Gekühlt wird das ganze durch extra-schnell drehende Ventilatoren, die die Luft durch wassergekühlte Rack-Türen presst, wie uns Alexander Godknecht von den Informatikdiensten der Uni erläuterte.
Sun setzt in den speziell für Hochleistungsrechner konzipierten Blades Intel-Xeon-Prozessoren mit vier Kernen ein. Jedes Blade hat 24 GB Hauptspeicher. Als Bootmedium wird eine Solid-State-Disk eingesetzt. Die einzelnen Blades sind durch zwei verschiedene Netzwerke miteinander und "mit der Welt" verbunden. Einerseits gibt es ein Gigabit Ethernet für anspruchslosen Datenverkehr, andererseits ein Infiniband-Netzwerk mit einer theoretischen Bandbreite von 40 Gbit pro Sekunde. Die Daten werden in einem Linux-basierten (Lustre) Parallelen Filesystem gespeichert, so dass jeder "Node" (Computer) Daten gleichzeitig abspeichern kann. (Christoph Hugenschmidt)

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