Ein Problem nach dem anderen für Microsofts Cloud-Services

8. Oktober 2020, 12:20
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Innerhalb von zehn Tagen gab es mehrere Ausfälle. Die Ursache waren anscheinend jedes Mal Software- oder Konfigurations-Updates.

In den vergangenen rund zehn Tagen hatten User von Microsofts Cloud Services mehrere Male unter technischen Problemen zu leiden. Zwar betrafen die Ausfälle jeweils nur bestimmte Regionen und Usergruppen, aber die Häufung der Vorfälle ist auffällig.
Die jüngsten Probleme ergaben sich gestern und betrafen vorwiegend Kunden in den USA. Ab etwa 2.20 Uhr am Nachmittag begannen gewisse Anwender Probleme damit zu haben, auf Azure Services zuzugreifen. Etwa zur gleichen Zeit beklagten sich User via Twitter, dass sie nicht mehr auf Microsoft-365-Services wie Teams, Exchange Online, Outlook.com, SharePoint Online und OneDrive for Business zugreifen könnten.
Die Azure-Probleme endeten nach rund 90 Minuten. Betroffen waren laut der Analyse von Microsoft User, die auf Ressourcen zugreifen wollten, die über verschiedene Regionen verteilt sind. Der Grund sei eine vorher vorgenommene Konfigurationsänderung gewesen, die nach dem Auftreten der Probleme zurückgenommen wurde.
Wenige Minuten nachdem die Azure-Probleme behoben waren meldeten auch Microsoft-365-User, dass ihre Services wieder zugänglich seien. Das Microsoft 365-Team erklärte via Twitter, dass eine Änderung der Netzwerkinfrastruktur die Ursache der Störung gewesen sei. Es ist naheliegend, dass auch die Microsoft-365-User von der Konfigurationsänderung in der Azure-Infrastruktur betroffen waren, aber eine Bestätigung hierfür gibt es nicht.
Rund einen Tag zuvor gab es schon einmal Probleme für gewisse Azure-User. Deren Traffic wurde laut der Statusseite von Microsoft auf "ungesunde" Backend-Server umgeleitet. Auch hier war der Grund wahrscheinlich eine Konfigurationsänderung, die später zurückgerollt wurde.
Schon in der Woche zuvor, am 28. und 29. September, konnten User weltweit zeitweise nicht auf gewisse Apps und Services zugreifen. Betroffen waren Dienste, die Azure Active Directory für die Authentisierung benützen. Und wieder war der Grund laut Microsoft ein Software-Update.
Am 1. Oktober konnten dann vor allem User in Europa und Indien zeitweise nicht via Outlook auf ihre Exchange-Online-Server zugreifen. Und Sie ahnen es schon: Auch in diesem Fall dürften Software-Updates der Grund gewesen sein.

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