Ein Schweizer ICT-Award und eine Messe sind von Corona betroffen

22. April 2020, 10:56
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Die nächste Vergabe der Digital Economy Awards findet erst 2021 statt, die IFA nur in veränderter Form. Die Begründungen sind unterschiedlich.

Die Verleihung der Digital Economy Awards 2020 findet nicht statt, meldet der Veranstalter. Der Award ist offenbar ein weiteres "Coronavirus-Opfer", wenn auch nicht wegen politischer Entscheide: "Der Fokus unserer Sponsoren, Partner, Kandidaten und Jurymitglieder liegt derzeit darauf, die aktuelle Krise zu bewältigen. Der Verwaltungsrat hat deshalb schweren Herzens entschieden, in diesem Jahr auf die Durchführung zu verzichten", begründet Thomas Flatt, Verwaltungsratspräsident der Swiss Digital Economy Award AG und Präsident des Co-Veranstalters, dem Verband SwissICT, die Absage.
Es scheint, als schlage der aktuelle Pessimismus der lange boomenden Schweizer ICT-Branche nun rasch überall durch. Vor wenigen Tagen hatte Swico gemeldet, der Stimmungsbarometer "Swico ICT Index" sei im Jahresvergleich um 44% eingebrochen. Sämtliche Teilbereiche der ICT-Branche leiden unter den wirtschaftlichen Einbrüchen. Sie rechnen mit deutlichen Rückgängen bei den Auftragseingängen, dem Umsatz und den Bruttomargen, so der Anbieter-Verband.
Geplant war der Digital Economy Award erst für den 25. November 2020 gewesen. "Im 2021 kommen wir mit einer umso stärkeren Austragung zurück", kündigt Flatt nun an.
Auch die IFA 2020 ist von Corona betroffen. Die für Anfangs September geplante Messe könne nicht wie geplant durchgeführt werden, weil Grossveranstaltungen in Berlin bis 24. Oktober 2020 verboten sind. An einem Alternativkonzept werde gearbeitet, so die Veranstalter.

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