Ein Windows, um sie alle zu beherrschen

22. Januar 2015, 11:18
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Windows 10 soll auf allen Geräten laufen, vom Smartphone über PCs bis zum riesigen Touch-TV. User von Windows 7, 8 und Windows Phone können ein Jahr lang kostenlos upgraden.

Windows 10 soll auf allen Geräten laufen, vom Smartphone über PCs bis zum riesigen Touch-TV. User von Windows 7, 8 und Windows Phone können ein Jahr lang kostenlos upgraden.
Microsoft hat gestern Abend weitere Details zum kommenden Windows 10 bekannt gegeben. Am Aufsehen erregendsten war dabei Microsofts Bestätigung, dass Windows 10 zumindest als Upgrade gratis werden soll. Besitzer von Geräten mit Windows 7, Windows 8 und 8.1 sowie Windows Phone werden bis zu einem Jahr nach dem Erscheinen kostenlos auf Windows 10 aufrüsten können. Darüber, wie es danach weitergeht, oder wie die Preise für Nicht-Upgrader aussehen werden, äusserte sich Microsoft allerdings noch nicht. Dies lässt Raum für viele Spekulationen.
Der Upgrade von Win 7 oder 8 soll übrigens tatsächlich als relativ schmerzloser Upgrade möglich sein. Ähnlich wie bei der Einspielung eines Service-Packs soll der Upgrade im Hintergrund geschehen und Daten und Applikationen voll erhalten bleiben. Eine volle Neuinstallation wie bei früheren Generationenwechseln soll nicht notwendig sein.
Das letzte Windows?
Windows 10 könnte sozusagen das "letzte Windows" sein, zumindest das letzte Windows, das mit einem neuen Namen erscheint. Microsoft-CEO Satya Nadella kündigte an, dass mit Windows 10 das Zeitalter von "Windows as a Service" anbreche. Das deutet darauf hin, dass künftig keine "grossen" Versionssprünge mehr zu erwarten sind und Neuerungen generell per Windows-Update erfolgen.
Wie bereits bekannt, soll Windows 10 für Maus- und Tastatur-User, unter anderem durch das wieder eingeführte Startmenu mindestens so bequem zu gebrauchen sein wie Windows 7. Neben der Behebung der Mängel, die Windows 8 bei vielen Anwendern unbeliebt gemacht hat, soll das neue Windows aber auch wichtige Neuerungen bieten. Am meisten ins Auge springen darunter die Einbindung der "persönlichen Assistentin" Cortana auch auf PCs und Tablets sowie der neue Browser "Project Spartan".
Cortana wird sowohl ins Desktop-Startmenu als auch in den Browser integriert sein. Wie auf dem Smartphone kann man mit Cortana verbal kommunizieren, um zum Beispiel Termine abzufragen und einzutragen, Informationen abzurufen und vieles mehr.
Der "Project Spartan"-Browser ist laut Microsoft keine einfache Weiterentwicklung des Explorers. Unter anderem soll er dank einer neuen Rendering-Engine deutlich schneller werden. Als funktionale Neuerungen gibt es unter anderem die Möglichkeit, Webseiten mit Notizen zu versehen und diese Notizen mit anderen Usern zu teilen. Ausserdem kann man Webseiten speichern, um sie später offline lesen zu können, und es gibt einen "Lesemodus". Dieser soll beispielsweise bei Artikeln und anderem Lesestoff aus dem Web Werbung ausblenden und durch ein "vereinfachtes Layout" für eine "noch bessere Leseerfahrung" sorgen.
Microsoft bekräftigte zudem, dass Windows 10 als "Einheits-Windows" fast alle früheren Spezialversionen, beispielsweise Windows Phone, ablösen wird. Auf allen Geräten, vom Smartphone über Tablets und PCs bis zu Spezialgeräten wie TVs oder der "holografischen Computing-Plattform" HoloLens, soll der genau gleiche Code laufen. Für User soll dies eine einheitliche Bedienung ermöglichen und vor allem auch eine weit engere Verzahnung der verschiedenen Geräte über Web-Services ermöglichen, als bisher. Für Software-Entwickler soll zudem der Vorteil entstehen, dass sie ihre Programme nur noch einmal für alle Plattformen gleichzeitig entwickeln können. (hjm)

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