Eine halbe Milliarde Verlust für Nortel

12. Mai 2009, 11:54
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Nortel, seit Januar unter Gläubigerschutz, musste im ersten Quartal dieses Jahres verglichen mit dem Anfangsquartal des Vorjahres einen Umsatzeinbruch um 37 Prozent auf 1,73 Milliarden Dollar verzeichnen.

Nortel, seit Januar unter Gläubigerschutz, musste im ersten Quartal dieses Jahres verglichen mit dem Anfangsquartal des Vorjahres einen Umsatzeinbruch um 37 Prozent auf 1,73 Milliarden Dollar verzeichnen. Unter dem Strich verbuchte Nortel einen Nettoverlust von 504 Millionen Dollar.
CEO Mike Zafirovski konnte der Situation trotzdem noch positive Seiten abgewinnen. Im Verlaufe des Quartals habe sich der Umsatz immerhin stabilisiert, und die flüssigen Mittel seien seit dem Jahresende nicht weiter gesunken.
Gemäss 'Wall Street Journal' erklärte er gegenüber Analysten ausserdem, das Nortel trotz des Eintritts in den Gläubigerschutz "keinen einzigen Kunden verloren" habe. Die Cash-Reserven würden zudem den nötigen Schnauf geben, zum auf hohe Übernahmeangebote für Firmenteile zu warten.
Letztere Bemerkung deutet darauf hin, dass das Nortel-Management gegenwärtig vor allem den Verkauf der wichtigsten Firmenteile zu einem möglichst hohen Preis anstrebt, wie auch das 'Wall Street Journal' glaubt. Im Januar war noch davon die Rede, dass Nortel zwar leicht geschrumpft, aber als eingeständiges und fokussierteres Unternehmen aus dem Gläubigerschutz herauskommen werde.
Zafirowski selbst äusserte sich zu möglichen Zukunftsszenarien zwar wort- aber wenig aufschlussreich: Man prüfe weiterhin alle Optionen und werde zum Schluss natürlich die für alle Beteiligten beste Möglichkeit wählen, könnte man seine Statements zusammenfassen. (hjm)

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