Eine Swatch mit Android oder iOS wird es nicht geben

27. März 2015, 08:35
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Hayek plant den Alleingang: Swatch will bei Smartwatch nicht von Silicon Valley abhängig sein.

Hayek plant den Alleingang: Swatch will bei Smartwatch nicht von Silicon Valley abhängig sein.
Swatch setzt bei der Entwicklung seiner Smartwatch auf eigenes Know-how. Eine Kooperation mit Google, Intel oder Apple lehnt Konzernchef Nick Hayek ab - Swatch wolle nicht von den IT-Giganten aus dem Silicon Valley abhängig sein.
"Wir wollen uns nicht in die Abhängigkeit eines Giganten begeben, der uns seine Software aufdrückt und von dessen Entwicklungen wir abhängig sind", sagte Hayek in einem am Freitag publizierten Interview mit der 'NZZ'. Das habe die Erfahrung bei einer Zusammenarbeit mit Microsoft gelehrt.
"Warum sollten wir ein schon bekanntes Betriebssystem einsetzen?" gab Hayek zu bedenken. Es gebe andere Grosskonzerne, die eigene Betriebssysteme entwickelten - mit diesen denke Swatch darüber nach, welche Zusatzfunktionen eine smarte Uhr haben könnte. Der Konsument solle in erster Linie eine Uhr bekommen und "kein Mobiltelefon am Handgelenk, mit dem er täglich an die Steckdose muss", sagte Hayek.
Die smarten Uhren von Swatch, die bald auf den Markt kommen sollen, würden aber trotzdem mit iPhones und Android-Handys kompatibel sein. Die Uhr könne dem Handy Daten mittels Bluetooth oder NFC senden. Der Nutzer müsse diese Datentransfers autorisieren - und behalte damit die Kontrolle über seine Daten, sagte Hayek.
Der Swatch-Chef hält auf der anderen Seite den Hype um die Smartwatches bereits für vorbei: Die Leute hätten realisiert, dass auch Apple nur mit Wasser koche. Die Apple Watch beinhalte keine "Killer-App" und die Batterie sei eine Enttäuschung. (mim)

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