Einigung im Telekom-Lohnstreit

28. März 2011, 09:23
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Ver.di: "Es gibt anständige Lohnerhöhungen anstatt Nullrunden mit Reallohnverlust."

Ver.di: "Es gibt anständige Lohnerhöhungen anstatt Nullrunden mit Reallohnverlust."
Am vergangenen Wochenende haben sich die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft Ver.di im Lohnstreit doch noch geeinigt. In den Schlichtungsverhandlungen gingen die beiden Parteien am Samstag einen Kompromiss ein. Die etwa 60'000 nach Tarif Beschäftigten bei der Telekom sollen demnach zum 1. April 3,15 Prozent mehr Gehalt bekommen. Die Beschäftigten der Servicesparte erhalten zusätzlich rückwirkend zum 1. Januar 2 Prozent mehr Lohn. Der Tarifvertrag läuft bis Ende Januar 2012. Weiter erhalten die Beschäftigten in den Servicegesellschaften, für die 2007 jährliche Absenkungen von 2,17 Prozent ausgehandelt worden waren, zusätzlich rückwirkend zum 1. Januar 2011 zwei Prozent mehr Lohn.
Darüber hinaus wird der Kündigungsschutz für Telekom Deutschland und Deutsche Telekom um zwei Jahre bis Ende 2012 verlängert. Für die Servicegesellschaften bleibt es beim bestehenden Kündigungsschutz bis Ende 2013. Des Weiteren wird die monatliche Vergütung für die rund 10'000 Auszubildenden und "Dualen Studenten" einheitlich um 40 Euro monatlich angehoben. Ferner haben sich die Verhandlungspartner auf einen "zukunftsorientierten Weiterbildungspakt" verständigt, wie die Telekom in einer Mitteilung schreibt. Dieser sehe mindestens drei individuelle Weiterbildungstage für jeden Mitarbeitenden in den Servicegesellschaften vor.
Das jetzt ausgehandelte Ergebnis könne sich sehen lassen, meinte Telekom-Personalchef Thomas Sattelberger. Ver.di spricht in einer Mitteilung von einem guten Kompromiss: "Es gibt anständige Lohnerhöhungen anstatt Nullrunden mit Reallohnverlust. Ohne die Entschlossenheit der Streikenden und ohne die Hilfe des Schlichters Henning Voscherau wäre dieses Resultat nicht möglich gewesen", sagte Ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder.
Der Schlichtung vorausgegangen waren insgesamt vier Verhandlungsrunden, die ab Mitte Februar von Warnstreiks begleitet wurden. Insgesamt hatten sich nach Gewerkschaftsangaben 85'000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen beteiligt. (mim)

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