EJPD will Java-Entwicklungen einkaufen

4. Januar 2022, 14:06
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Die Anbieter sollen das zentrale Migrationssystem der Behörde verbessern. Den Zuschlagsempfängern winken bis zu 25 Millionen Franken.

Das Informatik Service Center des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartment (ISC-EJPD) hat auf der Beschaffungsplattform Simap eine Beschaffung für externe Java-Entwicklungen ausgeschrieben. Gesucht werden 5 Anbieter, die die Behörde bei der Entwicklung von Individualsoftware unterstützen können. Die gesuchten Kompetenzen sind in ein Grundauftrag und in optionale Leistungen aufgeteilt, wobei sämtliche Arbeiten als Auftragsleistungen erfolgen sollen.
Der Auftrag bezieht sich auf das zentrale Migrationssystem (ZEMIS) des EJPD. Dies ist eine grosse Anwendungslandschaft, welche aus vielen einzelnen Fachanwendungen besteht. Das System ist sowohl mit anderen Anwendungen des Departements als auch mit der europäischen Datenbank "Schengen/Dublin" verbunden. Die Anwendungslandschaft sei ein zentrales Informationssystem mit besonders schützenswerten Daten und müsse deshalb auch hochverfügbar sein, so das Pflichtenheft.
Die Aufgaben des Auftragnehmers umfassen das Design und die Entwicklung des geplanten Informatikvorhabens der Behörde. Dazu gehört die Gestaltung, die Realisierung und der Unterhalt von Informatik-Anwendungen. Das Beschaffungsvolumen für den Grundauftrag beträgt 3520 Arbeitsstunden und wird an den Erstplatzierten der 5 Zuschlagsempfänger vergeben. Der Vertrag läuft über 48 Monate und kann maximal 2 Jahre über die Dauer des Rahmenvertrages hinaus verlängert werden. Die dazugehörenden Einzelverträge mit einem Gesamtauftragsvolumen von bis zu 25 Millionen Franken werden im Bedarfsfall durch ein Minitender-Verfahren an die 5 Zuschlagsempfänger vergeben.

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