Elca erhält Freihänder vom BAG

13. Januar 2022, 13:52
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Das Bundesamt beschafft personelle Ressourcen beim IT-Dienstleister Elca. Der Zuschlag stehe nicht im Zusammen­hang mit dem Covid-Zertifikat, so die Behörde.

In einem heute publizierten Zuschlag auf Simap ist ersichtlich, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Auftrag in der Höhe von 372'684 Franken freihändig an den IT-Dienstleister Elca vergeben hat.
Beim Auftrag geht es laut BAG-Sprecher Grégoire Gogniat um personelle Ressourcen zur Betreuung des Projekts "Vaccination Monitoring Data Lake" (VMDL), welche laufend an die neuen Anforderungen der Impfkampagne angepasst werden müssten. VMDL ist der Projektname für die nationale Impfdatenbank, die für das Monitoring der Covid-Impfungen genutzt wird. Die Kantone sind seit rund einem Jahr verpflichtet, die Impfdaten ans BAG zu liefern, welches diese in dieser Datenbank ablegt.
Bei der freihändigen Vergabe an Elca "handelt sich um die Verlängerung eines bestehenden Auftrags, der ursprünglich freihändig vergeben werden musste, da zeitgleich das zu betreuende System live ging", so Gogniat. Zudem würde ein Wechsel des Anbieters einen Plattformwechsel nach sich ziehen, was zum jetzigen Zeitpunkt unwirtschaftlich sei.
Gestern hatte Elca via 'Handelszeitung' die BAG-Software kritisiert, die beim Covid-Zertifikat zum Einsatz kommt (vgl. unseren Kommentar dazu). Der heutige Freihänder stehe damit in keinem Zusammenhang, sagt BAG-Sprecher Gogniat. Ebenso spiele bei der aktuellen Vergabe keine Rolle, dass das BIT und nicht Elca den Zuschlag für die Entwicklung der Zertifikats-Software erhalten habe.

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