Elca schnappt Bedag die Weiterentwicklung von Viacar weg

6. Oktober 2015, 13:38
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Viacar-Entwickler Bedag verliert eine Ausschreibung, Elca übernimmt für die nächsten 13 Jahre.

Viacar-Entwickler Bedag verliert eine Ausschreibung, Elca übernimmt für die nächsten 13 Jahre.
Bedag muss die Weiterentwicklung der Strassenverkehrsamt-Software Viacar an Elca abgeben. Das Unternehmen hat eine entsprechende Ausschreibung gewonnen, wie die Software-Besitzerin Viacar AG gegenüber inside-it.ch bestätigt. Bedag hat die Software zuletzt im Auftrag der Viacar AG gewartet.
Elca will eine neue Version von Viacar entwickeln, die nach fünfjähriger Entwicklungszeit im Jahr 2019 oder 2020 eingeführt werden soll, schreibt Elca in einer Pressemitteilung. Der Vertrag beinhalte auch die anschliessende Wartung und Weiterentwicklung über acht Jahre.
Beworben hat sich auch Bedag, der ursprüngliche Entwickler und aktuelle Betreiber der Software. "Bedag hat sich mit dem Vorschlag für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Lösung beworben", sagt Bedag-Geschäftsführer Peter Schmutz gegenüber inside-it.ch. Elca dagegen wolle "auf dem grünen Feld neu anfangen". Das Unternehmen Elca beschreibt seinen Ansatz als "Modernisierung" der SaaS-Lösung. Sie soll fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Dabei gehe es um die stärkere Digitalisierung der Prozesse, schreibt Oscar Schwark, Geschäftsführer von Viacar.
Für den Betrieb der Software bleibt weiterhin Bedag zuständig, glaubt Schmutz. "Unserer Auffassung nach wird das auch mit der neuen Software von Elca so sein", sagt Schmutz. Bedag betreue bereits heute Software-Lösungen von Elca.
Ein Fragezeichen setzt Schmutz zudem bei der Ausschreibung, denn diese habe im Einladungsverfahren stattgefunden. "Spätestens wenn die Verkehrsämter die neue Software einführen wollen, müsste es also eigentlich noch eine WTO-konforme Ausschreibung geben".
Elca hat unsere Fragen noch nicht beantwortet. Viacar wird von den sechs Kantonen Aargau, Luzern, Schaffhausen, Waadt, Zug und Zürich eingesetzt. (mik)

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