Elektrizitätswerke gründen eigenen ISP

11. März 2005, 13:40
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Die Litecom AG kann über ein ausgedehntes Netzwerk in der Deutschschweiz verfügen.

Die Litecom AG kann über ein ausgedehntes Netzwerk in der Deutschschweiz verfügen.
Schon seit einiger Zeit betätigen sich einige kantonale Elektrizitätswerke auch als ISP. Die Aargauer AEW Energie AG sowie die Elektrizitätswerke der Kantone Zürich (EKZ), Schaffhausen (EKS), Thurgau (EKT), die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) und die Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) haben nun einen eigenen ISP gegründet, die Litecom AG. Diese übernimmt das Telco-Angebot der Elektrizitätswerke, das bisher vom AEW geführt wurde. Erster Geschäftsführer ist Matthias von Arx, der seit dem Jahr 2000, zuletzt als Leiter Marketing und Verkauf im Telekommunikationsgeschäft, für das AEW arbeitete.
Litecom bietet Festverbindungen für die Vernetzung von lokalen Datennetzwerken, für die Zusammenschaltung von Teilnehmervermittlungsanlagen, für den Zugang zum Internet oder für die Interkonnektion mit anderen Telekommunikationsnetzen an. Zum Angebot gehören Anschlüsse über verschiedene Technologien, unter anderem TDM, Fast-Ethernet oder ADSL.
Litecom konzentriert sich auf Geschäftskunden. Zu den bestehenden Kunden gehören nach eigenen Angaben 15 der 100 grössten Firmen der Schweiz, sowie mittlere Unternehmen, Hochschulen, Verwaltungsstellen, Polizeikorps, Telekommunikationsdienstleister und natürlich die EWs, denen Litecom gehört.
Das Netz von Litecom (Bild) konzentriert sich vor allem auf die Ostschweiz, erreicht aber auch die Kantone Uri, Glarus und Graubünden sowie Basel-Stadt. (hjm)

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