Elektronisches Patientendossier soll freiwillig sein

16. September 2011, 14:43
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Der Bundesrat hat den Vorentwurf für das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier in die Vernehmlassung geschickt.

Der Bundesrat hat den Vorentwurf für das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier in die Vernehmlassung geschickt. Gemäss dem Entwurf sollen Patienten selber entscheiden können, ob ihr Arzt ein elektronisches Dossier erstellen darf. Dies sei für die Akzeptanz und Erfolg des elektronischen Patientendossiers wichtig, so das Bundesamt für Gesundheit BAG. Der Patient soll nach dem Willen des Bundesrats auch beim elektronischen Dossier Herr (oder Frau) seiner Gesundheitsdaten sein und selber bestimmen können, wer Zugriff hat.
Im Gesetzesvorschlag werden weiter die Anforderungen für eine sichere Bearbeitung der Daten geregelt. Diese umfassen sowohl die technischen wie auch die organisatorischen Rahmenbedingungen, so die Identifikation der Patienten und Gesundheitsfachpersonen oder die Definition der Zugangsrechte. Das neue Gesetz bezieht sich aber nur auf das elektronische Dossier und nicht auf die Weiterleitung der Patientendaten an die Krankenversicherung, heisst es weiter.
Die Vorteile des elektronischen Patientendossier liegen laut Bundesrat auf der Hand. So würden sich nicht nur die Patientensicherheit sowie die Koordination der Informationen zwischen den Gesundheitsfachpersonen erhöhen, sondern auch die Gefahr von Behandlungsfehlern verringern. Ausserdem, so der Bundesrat weiter, werde damit ein Beitrag zur Verbesserung der Qualität und Effizienz des Gesundheitssystems geleistet.
Das Vernehmlassungsverfahren dauert bis zum 20. Dezember dieses Jahres. (bt)

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