Email-Adresse schon bald unnötig?

9. Februar 2009, 15:07
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Email-Adressen seien ein künstlicher Weg, Botschaften an die richtigen Leute zu senden, sagt Michael Genesereth, Dozent an der Stanford University.

Email-Adressen seien ein künstlicher Weg, Botschaften an die richtigen Leute zu senden, sagt Michael Genesereth, Dozent an der Stanford University. Schliesslich wolle man "Nachrichten an Personen oder Funktionen schicken, nicht an eine Ansammlung von Buchstaben", so Genesereth weiter. An der amerikanischen Universität forscht man deshalb derzeit an 'SEAmail', das für "semantische Email-Adressierung" steht. Das System soll es erlauben, Nachrichten aufgrund bestimmter Kritierien an Personen zu senden, ohne dass man deren Email-Adresse kennt.
Wie 'Technology Review' berichtet, soll es mit SEAmail möglich sein, die Empfänger anstatt per Email-Adresse mit einer Reihe logischer Bedingungen, einer Art Suchabfrage, zu selektieren. Das Problem dabei: Das System benötigt einen grossen Datenbestand über die Interessen der möglichen Empfänger, um das volle Potential auszuschöpfen. Zwar gäbe es in Organisationen normalerweise viele solcher Informationen, doch die technische Herausforderung liege nun darin, die Daten für die Nutzung mit SEAmail entsprechend bereitzustellen, so Genesereth.
Die Forscher der Stanford University wollen SEAmail noch in diesem Jahr innerhalb eines Projekts testen und später auf die gesamte Universität ausdehnen. Für Genesereth hat die Technologie besonders bei grossen Firmen grosses Potential. Mit ein wenig Feintuning, könne es aber auch ein Werkzeug für das Internet werden. (bt)

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