EMC bleibt unter Druck

21. April 2016, 14:02
  • geschäftszahlen
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EMC meldet für das erste Quartal dieses Jahres einen Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf 5,48 Milliarden Dollar.

EMC meldet für das erste Quartal dieses Jahres einen Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf 5,48 Milliarden Dollar. Der Reingewinn stieg zwar im Vergleich zum Vorjahresquartal trotzdem leicht, um sechs Prozent auf 268 Millionen Dollar, der Storageriese liegt damit aber trotzdem zum sechsten Mal in Folge unter den Erwartungen der Mehrheit der Analysten, wie das 'Wall Street Journal' schreibt.
Der Storagespezialist sieht sich unter anderem mit den gleichen Problemen konfrontiert, wie IBM, die in den letzten Tagen ebenfalls leise enttäuschende Ergebnisse vorgewiesen haben. Einerseits beziehen viele Unternehmen zunehmend Computing-Ressourcen aus der Cloud, und vor allem die grossen Provider wie Amazon, Microsoft oder Google kaufen ihre RZ-Infrastruktur nicht bei den traditionellen Anbietern, sondern designen sie selbst. Auch der zunehmende Einsatz von Smartphones drückt die Umsätze der traditionellen Anbieter.
EMC kann auch Erfolge vorweisen. So hat es das Unternehmen geschafft, im boomenden Geschäft mit Flash-basierten Speichersystemen kräftig mitzumischen und sich sogar als Marktführer in diesem Bereich zu etablieren. Harddisk-basierte Systeme werden gegenwärtig viel schneller durch Flash-Systeme abgelöst, als man dies vor zwei, drei Jahren noch erwartet hatte. Dies liegt unter anderem an den schnell fallenden Preisen für SSDs. Allerdings sinken aus diesem Grund, trotz Flash-Boom, auch die Gesamtumsätze im Storage-Markt. Und EMC kann sich diesem Effekt nicht entziehen.
Der Deal mit Dell, so beeilte sich EMC-Chef Joe Tucci anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen zu betonen, sei trotzdem nicht in Gefahr. Die Übernahme von EMC durch Dell soll im Oktober vollzogen werden, und man sei im Zeitplan, so Tucci. Beim gegenwärtigen Stand der Aktienkurse werden die EMC-Aktionäre aber nur noch rund 60 Milliarden Dollar statt der Anfangs erwarteten 67 Milliarden Dollar erhalten. Dies liegt vor allem daran, dass der Kurs der VMware-Aktie, an den der Kaufpreis teilweise gebunden ist, seit der Ankündigung der Übernahme im letzten Oktober um rund ein Viertel gesunken ist. EMC hält 81 Prozent der Aktien von VMware. (hjm)

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