EMC kommt bei der Stadt Zürich wieder zum Handkuss

6. Februar 2015, 14:59
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Im Juli 2007 hat die Stadt Zürich eine Ausschreibung für eine neue Speicher- und Archivierungsinfrastruktur (SpAr) durchgeführt.

Im Juli 2007 hat die Stadt Zürich eine Ausschreibung für eine neue Speicher- und Archivierungsinfrastruktur (SpAr) durchgeführt. Durchgesetzt hat sich damals der US-amerikanische Storage-Riese EMC. Ende 2008 wurde die SpAr in Betrieb genommen. Klar ist, dass eine solche Infrastruktur zur Bewältigung des steten Datenwachstums laufend ausgebaut, angepasst und optimiert werden muss.
Da bei der Ausschreibung darauf hingewiesen wurde, dass für gleichartige Aufträge das freihändige Vergabeverfahren angewendet werden kann, werden seitdem Aufträge in Millionenhöhe direkt an EMC vergeben. Ende 2013 erhielt EMC Schweiz Aufträge in der Höhe von rund 6 Millionen Franken. Es geht dabei um den Teilersatz- und Ausbau der bestehenden Infrastruktur. Höhe des Auftrags: 7,8 Millionen Franken. Auch in diesem Fall beruft sich die Stadt Zürich auf die Ausschreibung aus dem Jahr 2007. Einen Wettbewerb mit anderen Storage-Anbietern oder unter EMC-Händlern gab es nicht.
Die Stadt Zürich argumentiert, dass man 2007 mit der Wahl von EMC einen Technologieentscheid gefällt habe. SpAr sei für die Stadt Zürich eine betriebskritische Plattform und müsse hochverfügbar sein. Dies setze eine Technologie- und Supportunterstützung "direkt durch den Hersteller zwingend voraus". Auf die Frage, warum kein Wettbewerb unter EMC-Händlern durchgeführt worden sei, antwortet die Stadt Zürich: "Durch den Direktbezug beim Hersteller EMC entstehen der Stadt Zürich, im Vergleich zur Beschaffung über Händler, keine finanziellen Nachteile." (mim)

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