EMC lanciert "Software Defined Storage"-Plattform

7. Mai 2013 um 04:36
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    Ein bisschen Hardware von diesem, ein bisschen von jenem, und noch ein Stück Cloud-Storage. Aber nur eine EMC-Software, um alles zu verwalten.

    Ein bisschen Hardware von diesem, ein bisschen von jenem, und noch ein Stück Cloud-Storage. Aber nur eine EMC-Software, um alles zu verwalten.
    EMC hat unter dem Namen "ViPR" eine Softwareplattform für "Software Defined Storage" angekündigt, die in der zweiten Hälfte dieses Jahres erhältlich werden soll. Die ViPR-Plattform soll es insbesondere Service Providern, aber auch anderen Rechenzentrumsbetreibern, erlauben, grosse und komplexe Storage-Infrastrukturen zu betreiben, ohne dass der Verwaltungsaufwand ins Uferlose wächst. Dabei geht es um die zentrale Verwaltung von Storage-Hardware mit unterschiedlichen Eigenschaften - und von veschiedenen Herstellern - und auch um den Einbezug von Cloud-Storage-Services.
    Das Besondere an ViPR sei, so erklärt es EMC, dass die Software das Management der Storage-Infrastruktur von der Verwaltung der Daten, die darauf gespeichert sind, komplett entkoppelt. Kunden könnten entweder nur die "Kontrollebene" für die Verwaltung der Arrays oder zusätzlich auch die Datenebene benützen.
    Kontroll- und Datenebene
    Auf der Kontrollebene (Control Pane) zentralisiert die Plattform die Verwaltung von Hardware und Cloud-Storage-Kapazitäten. Die Software fasst die Kapazitäten zu einem Pool zusammen, der von den Storage-Adminstratoren wieder in virtuelle Arrays aufgeteilt werden kann, die über Policies verwaltet werden. Die Hardwareverwaltung erfolgt dabei gemäss EMC über Adaptersoftware, die ähnlich wie die universellen Gerätetreiber funktioniere, mit denen PCs Peripheriegeräte verwalten. Dies erlaube es, eine von ViPR verwaltete Umgebung mit schlichtem "Plug and Play" zu skalieren.
    Block-, file- oder objektbasierte Speicherkapazität werden den Applikationen von ViPR als "virtuelle Services" zur Verfügung gestellt. Wenn die Applikationen auf block- oder filebasierten Speicher zugreifen, so EMC, bleibe ViPR aber komplett "aus dem Weg", so dass kein Performanceverlust entstehe. Die Applikationen könnten so die jeweiligen Eigenschaften der Arrays voll nützen. Object Storage andererseits sei in ViPR so implementiert, dass Objekte sowohl als Files als auch als Objekte abgerufen werden können. Dies erlaube es ViPR-Anwendern unter anderem, Objektstorage auf jeglichen filebasierten Plattformen einzurichten.
    Schnelle Ausweitung geplant
    Ein weiterer starker Punkt von ViPR sei die Ausbaubarkeit der Plattform, sagt EMC. Jeder Kunde oder Partner könne die Plattform leicht anpassen, um zusätzliche Storage-Plattformen oder auch Cloud-Software-Stacks wie VMware oder OpenStack einzubinden.
    Der erste Release von ViPR wird laut EMC die eigenen Produkte Vmax, Vnx, Vplex, RecoverPoint, Isilon und Atmos unterstützen, als vorerst einziges Produkt eines Drittanbieters, Storage-Systeme von NetApp hinzu. Laut einem Bericht von 'Gigaom' soll im Objektstoragebereich ab dem dritten Quartal auch Amazons Speicherservce S3 und gegen Ende Jahr das "Hadoop Distributed File System" (HDFS) unterstützt werden. EMC hofft zudem, dass die Liste der unterstützten Systeme und Services schnell wachsen wird. Dies soll vor allem durch die Veröffentlichung der wichtigsten APIs von ViPR ermöglicht werden.
    SDS ist nicht gleich SDS
    Von "Software Defined" ist seit einiger Zeit viel die Rede, sei es im Zusammenhang mit Netzwerken.
    Mit dem Begriff "Software Defined Storage" geht es vor allem um die nahtlose Einbindung von Flash-Speicher in Speichernetzwerke. (Hans Jörg Maron)

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