EMC: Oracle beschleunigen per Flash-Drive

23. September 2008, 15:43
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EMC und Oracle haben eine gemeinsame Lösung für Oracle-Datenbanken angekündigt.

EMC und Oracle haben eine gemeinsame Lösung für Oracle-Datenbanken angekündigt. Diese basiert auf EMCs High-End-Speichersystem DMX-4 und soll durch den Einsatz von Flash-Drives hohe Performance-Gewinne bringen.
Seit der Veröffentlichung der letzten Version der Symmetrix-Enginuity-Software unterstützen die DMX-4-Systeme auch den Einsatz von Flash-Disks, die mit Fibre-Channel- und SATA-II-Festplatten gemischt werden können. Eine auf Flash-Speicher basierende Solid-State-Disk kann gemäss EMC bis zu 30 Mal mehr Input/Output-Operationen pro Sekunde ausführen, als eine heute gebräuchliche 15'000 RPM-Fibre-Channel-Hard-Disk.
Das einfachste und schnellste ist es, wenn man eine performancehungrige Datenbank komplett auf die Flash-Disks migriert. Das kommt aber wohl schon aus Kostengründen in manchen Fällen nicht in Frage. Gemäss EMC können aber auch einzelne Teile der Datenbank auf Flash-Speicher gebracht werden, während der Rest weiterhin auf herkömmlichen Harddisks bleibt. Der Einsatz einer einzigen Flash-Disks bringe dabei den gleichen Perfomance-Vorteil, wie man ihn sonst nur durch den Zukauf von vielen zusätzlichen HDs erreichen könnte. (Bei der letzteren heute üblichen Methode lässt man Datenbanken, die sehr schnell sein müssen, auf viel mehr Harddisks laufen, als eigentlich vom Speichplatzbedarf her nötig wären, um die höhere Performance zu erreichen.)
Wie hohe Performance-Vorteile Flash-Disks bringen können, und welche Datenbankteile sich zur Platzierung auf Flash aufdrängen, hängt aber von der konkreten Anwendung ab. EMC hat zu diesem Thema ein White Paper verfasst, das auch einige wohl auch allgemein gültige Überlegungen zur Beschleunigung von Datenbanken per Flash-Drives enthält. (hjm)

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