EMC propagiert Flash für Server

6. Februar 2012, 11:45
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    "Lightning" und "Thunder": Lieferung von Flash-PCIe-Karten hat begonnen, Flash-Appliances sollen bald folgen.

    "Lightning" und "Thunder": Lieferung von Flash-PCIe-Karten hat begonnen, Flash-Appliances sollen bald folgen.
    Schnöde PCI-"Kärtchen" sind nicht unbedingt etwas, was man auf Anhieb mit EMC, sonst vor allem als Hersteller von schön grossen Storage-Kisten à la "Symmetrix" bekannt, in Verbindung bringen würde. Letzte Woche hat EMC aber, wie die US-IT-Presse berichtet, begonnen, unter dem Namen "VFCache" PCIe-Karten mit Flash-Speicher für Server auszuliefern.
    Die VFCache-Karten wurden unter dem Codenamen "Lightning" entwickelt. Wie EMC-Vertreter gegenüber der Presse erklärten, soll dem Blitz auch schon bald der Donner folgen: Appliances, in welchen mehrere VFCache-Karten zusammengefasst werden – unter dem Codenamen "Thunder" entwickelt – sollen bereits im April an erste Testkunden geliefert werden. Die Thunder-Appliances sollen über Infiniband oder 40-Gigabit-Ethernet an jeweils mehrere Server angebunden werden können.
    EMC begann Anfang 2008, Flash-"Laufwerke" zur Beschleunigung seiner Netzwerkspeichersysteme auszuliefern. Mittlerweile hat EMC nach eigenen Angaben weltweit rund 24 Petabyte-Flash-Speicherkapazität verkaufen können, mehr als jeder andere Storage-Anbieter. Indem man Flash nicht nur im Speichernetzwerk sondern noch "näher" an den Servern nützt, so die Argumentation für VFCache, können Datenzugriffe und Datendurchsatz aber nochmals deutlich beschleunigt werden. EMC spricht beispielsweise von verdreifachtem Datendurchsatz und halbierten Latenzzeiten in Oracle-Umgebungen.
    Die US-Presse wertet den Eintritt EMCs in den Server-Flash-Markt vor allem als Reaktion auf den Markterfolg des Start-Ups Fusion-Io, der bereits seit 2008 mit Flash-Speicher bestückte PCI-Karten für Server anbietet. Fusion-Io verdankt seinen Erfolg aber vor allem den Betreibern grosser Webservices à la Facebook. EMC möchte Lightning und Thunder dagegen vor allem seinen traditionellen High-end-Kunden für den Betrieb von business-kritischen Anwendungen näher bringen, und könnte damit längerfristig vor allem den traditionellen Herstellern ebendieser Server ins Gehege kommen. Eines der Hauptargumente EMCs wird dabei die komplette Einbindung der VFCache-Karten in die Management-Software für die gesamte Speicher-Infrastruktur, inklusive Netzwerkspeicher, und insbesondere die "FAST"-Software für die automatische Verteilung von Daten auf die jeweils angemessene Speicherebene sein. (Hans Jörg Maron)
    (Illustration: EMC)

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