EMC-Tucci versuchts mit FUD

13. September 2011, 09:13
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Finstere Prophezeiungen.

Finstere Prophezeiungen.
Während die (IT-) Welt weiterhin darüber rätselt, wie HP-Chef Léo Apotheker den weltweit grössten Computerbauer zu einer Software-Firma umbauen will,
Der Grossteil des künftigen Wachstums bei EMC werde von Software kommen, sagte Tucci zur deutschen Ausgabe von 'Financial Times'. Dass Hewlett-Packard mit dem (teuren) Kauf des britischen Software-Hauses Autonomy noch mehr mit EMC ins Gehege kommen wird, bereite ihm keine Sorgen, so der Boss des weltweit grössten Players im Storage-Markt. "In den nächsten Jahren werden viele grosse Firmen untergehen. Wir werden einer der Gewinner sein", sagte Tucci, der damit die klassische US-amerikanische FUD-Strategie verfolgt. FUD steht für "fear, uncertainty, doubt" - also das Schüren von Angst, Unsicherheit und Zweifel beim Gegner und seinen Kunden.
Software ist auch für Tucci der Schlüssel zum Erfolg: "Ich glaube fest daran, dass die nächste Welle in der Industrie durch Software geprägt ist", sagte der 'Financial Times'. Letztes Jahr stammten gemäss der Zeitung nur noch 12 der total 17 Milliarden Dollar Umsatz des Konzerns von Storage-Hardware. Unglaubwürdig und wohl auf einem Tippfehler beruhend ist hingegen die Feststellung, dass nur 350 der total 16'000 Entwickler von EMC für Hardware arbeiten würden.
Weitere Zukäufe
Tucci betont, dass der separat an der Börse kotierte Virtualisierungsspezialist VMware nicht zum Verkauf stehe. Zudem werde EMC weiter Firmen zukaufen und zwar vor allem im Bereich Security-Software, sagte der EMC-Boss. Also genau in dem Bereich, in dem auch Hewlett-Packard besser Fuss fassen will, wie man gestern an einer Medienveranstaltung in München verkündet hat. (hc)

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